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Thema anzeigen - Sicherungsgeräte testen lassen?


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 Betreff des Beitrags: Sicherungsgeräte testen lassen?
BeitragVerfasst: Do 18. Apr 2013, 11:26 
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Geocacher

Registriert: Sa 18. Jun 2011, 08:18
Beiträge: 87
Hallo,

immer wieder wird gebrauchtes Klettermaterial zum Kauf angeboten.
Gibt es die Möglichkeit das Material zb die Halbautomaten oder die mitlaufenden Sicherungsgeräte testen zu lassen? Wenn ja wo?


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 Betreff des Beitrags: Re: Sicherungsgeräte testen lassen?
BeitragVerfasst: Do 18. Apr 2013, 12:56 
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Geocacher

Registriert: Mo 7. Jun 2010, 00:28
Beiträge: 297
Bei jedem PSA-Prüfer. Nächste Kletterschule anrufen und nach einem Prüfer fragen bzw. nach einem Prüfungstermin.

Gruß
Michael


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 Betreff des Beitrags: Re: Sicherungsgeräte testen lassen?
BeitragVerfasst: Do 18. Apr 2013, 13:22 
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Geocacher

Registriert: Sa 13. Apr 2013, 01:19
Beiträge: 12
Ich würde niemals gebrauchten Kletterkram kaufen.
Weist du ob dein Vorgänger damit vorher weitwurf geübt hat? :D

Aber prinzipell kannst du ein Abseil und Sicherungsgerät immer zum prüfen, zum Hersteller schicken. Es gibt aber auch Sachkundige nach BGG. Diese Prüfungen hat aber enge Grenzen, hier geht es hauptsächlich um Verschleiß- und Sichtprüfung. Und du solltest Auskunft darüber erteilen können wie alt das Gerät ist und was alles damit passiert ist. Bei einem Faktor 1 Sturz sollte zum Beispiel das komplette Material der Sicherungskette ausgemustert werden. Anwender von PSA im beruflichen Umfeld müssen ihr Material regelmäßig nach BGG Richtlienie prüfen lassen. Oder sie machen selber den Sachkundigenschein.

Sowohl Hersteller als auch Sachkundiger machen aber maximal eine Sichtprüfung
und einen kurzen Funktionstest. Bescheinigt wird dir nur, das zu dem Moment der Prüfung
keine groben Beschädigungen oder Verschleißerscheinungen vorhanden waren.

Lohnen tut sich das nicht wirklich. Du sparst ein bischen Geld beim kauf und bekommst dafür
ein Gerät was schon einen ersten Verschleiß auf Grund der Nutzung aufweist. Das schickst du dann ein und bezahlst Geld für den Sachkundigen oder den Hersteller, für die Überprüfung.
Jetzt dürftest du beim Neupreis oder über dem Neupreis liegen.

Ob es zuverlässig ist weist du immer noch nicht, weil die Teile nicht auf Matterialfehler im inneren geprüft werden (z.b durch Sturz aus großer Höhe). Eine Garantie gibt dir keiner und wenn du pesch hast guckt der Sachkundige auf die Seriennummer oder das Produktionsdatum und sagt es ist ablegereif und nicht mehr Prüfbar. Wir müssen zum Beispiel neue Banschlingen, bei denen der Waschzettel mit den Herstellerangaben ab ist, ausmustern. Und das auch wenn die Bandschlinge noch Top und neu ist.


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 Betreff des Beitrags: Re: Sicherungsgeräte testen lassen?
BeitragVerfasst: Do 18. Apr 2013, 15:07 
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Geocacher

Registriert: Mo 7. Jun 2010, 00:28
Beiträge: 297
Ist in einigen Punkten schon richtig, aber man sollte auch die Kirche im Dorf lassen.

Fangen wir mal damit an, dass weder Geocacher noch Bergsportler im Regelfall ihre Sachen einer PSA-Prüfung überhaupt unterziehen. Laut Hersteller ist diese Prüfung alle 12 Monate fällig. Wer macht das hier (außer den Berufskletterern)?

Ablegereif sind PSA-Sachen aus Metall erst dadurch, dass sie entweder ihre Zulassung verloren haben, schweren Stürzen ausgesetzt waren, sonstwie sichtbar beschädigt wurden, die "Geschichte" lückenhaft oder unbekannt ist oder man feststellt, dass die Funktion eingeschränkt ist. Ansonsten haben Metallteile eine unbegrenzte Lebensdauer.

Wenn man also jemanden kennt, dem man vertraut und Kaufbelege vorhanden sind, würde ich ohne Bedenken gebrauchte Sachen kaufen.

Und eine PSA-Prüfung kostet nicht die Welt. Wobei man faireshalber sagen muss, dass - wie bereits erwähnt - es nur eine visuelle Prüfung ist. Und ich kann bei mir selber erkennen, ob meine Sachen beschädigt sind oder nicht. Da ist jeder für sich selber verantwortlich. Wer mit einem deformierten Karabiner klettert, der darf sich nicht wundern, wenn dieser bricht.

Gruß
Michael


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 Betreff des Beitrags: Re: Sicherungsgeräte testen lassen?
BeitragVerfasst: Do 18. Apr 2013, 18:11 
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Geomaster
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Nicht nur visuell nach BGG 906, sondern auch Funktionsprüfung im Rahmen des Machbaren.
Also mal den ID in nen Seil eingebaut und geschaut ob er auch blockiert.
Oder der Karabinerverschluss richtig verriegelt.

Ist nicht so dass der Sachverständige nach BGG906 nur drauf schaut und den Stempel vergibt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Sicherungsgeräte testen lassen?
BeitragVerfasst: Do 18. Apr 2013, 19:28 
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Geomaster
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Joah, also ich sach mal so, BGG906 Prüfung ist nicht gleich BGG906 Prüfung, jeder Prüfer kocht auch nur mit Wasser, tatsächlich musste ich bereits das zweite Mal feststellen, das Prüfer nicht den Verschleiß des Bremsnocken am Rig prüfen, wozu brauch ich da sonst ne Verschleissanzeige, wenn die sich bisher keiner anguckt.

Also, Klamotten zur PSA Prüfung bringen und dann alla "Ist ja geprüft vom Sachverständigen, muss ja dann in Ordnung sein" ,funktioniert nicht, also selber drauf achten oder neu kaufen.
Verantwortung für sich selbst kann man nicht übertragen.

_________________
Die Zukunft ist auch nicht mehr das, was sie mal war.
XD


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 Betreff des Beitrags: Re: Sicherungsgeräte testen lassen?
BeitragVerfasst: Do 18. Apr 2013, 20:54 
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Geomaster
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Registriert: Mi 18. Okt 2006, 13:19
Beiträge: 685
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Seh ich auch so.


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 Betreff des Beitrags: Re: Sicherungsgeräte testen lassen?
BeitragVerfasst: Do 18. Apr 2013, 23:21 
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Geocacher

Registriert: Sa 13. Apr 2013, 01:19
Beiträge: 12
Im Prinzip stimme ich euch in vielen Bereichen zu. Wobei ich seine Frage eher auf die vielen gebraucht Klettersachenflohmärkte und die Gebrauchtsachen aus der Bucht bezogen habe.

Das Abseilgerät eines guten Bekanten mit dem ich eventuell sowieso zusammen cachen gehe
und dann irgendwann in seinen Karabienern hänge würde ich eventuell auch kaufen. Mit meinen Privatklamotten sehe ich das auch nicht ganz so eng. Ich bezweifele nur das eine PSA Prüfung nach BGG906 einem Geocacher viel bringt. Ich halte sie eventuell für sinvoll, wenn ich selber bei einem Abseigerät zweifel habe ob das noch in Ordnung ist.

Aber die meisten Geocacher arbeiten nicht nach BGG906, denn sie haben PSA püffähige Klamotten aber auch eine menge Sachen die nicht prüfbar sind. Fast alle Bergsportartikel sind nicht prüfbar. Die einzige Vorschrift die es hier gibt ist das der Anwender vor und nach gebrauch selber eine Prüfung durchführt. Eine Bandschlinge aus dem Bergsportbereich hat den Herstellernamen und 22KN auf dem Waschzettel stehen. Eine aus dem PSA Bereich zusätzlich noch eine laufende Nummer bzw Seriennummer und das Produktionsdatum ohne dies dürfte sie die Prüfung nicht bestehen. Bergsportartikel sind nicht immer nach den erforderlichen Normen geprüft. Dynema ist nicht zugelassen und es dürften fast nur Stahlkarabiener verwendet werden.

Bei meinem privaten Navaho Sit mit Top Brustgurt sind die Herstellerangaben in den Beinschlaufen. Aufgrund vieler schwarzer Hosen nicht mehr lesbar. Mein Gurt ist top in Ordnung aber damit nicht mehr nach BGG906 Prüfbar. Das interessiert aber nicht wirklich
ein Geocacher. Und über Alpingurte, die die entsprechenden Normen für PSA nicht erfüllen,
brauche ich gar nicht nach zu denken.

Alpine Abseilgeräte wie diverse Tubes, Smart Alpine, Piranja usw sind auch nicht immer nach BGG prüfbar.

Für mich gibt es nichts wichtigeres wie zu wissen was mit den Klamotten bis jetzt passiert ist
und ein gesundes Fachwissen über die Sachen zu haben die man verwendet, so das man
die Sachen selber prüfen kann. Und wenn man zweifel hat bei einem teuren Abseilgerät
kann man immer noch einen Sachkundigen nach seiner Meinung fragen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Sicherungsgeräte testen lassen?
BeitragVerfasst: Do 18. Apr 2013, 23:59 
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Geocacher

Registriert: Mo 7. Jun 2010, 00:28
Beiträge: 297
Dolphiner hat geschrieben:
Nicht nur visuell nach BGG 906, sondern auch Funktionsprüfung im Rahmen des Machbaren.
Also mal den ID in nen Seil eingebaut und geschaut ob er auch blockiert.
Oder der Karabinerverschluss richtig verriegelt.

Ist nicht so dass der Sachverständige nach BGG906 nur drauf schaut und den Stempel vergibt.


Diese "Prüfung" sollte jeder durchführen, bevor er sich in ein Gerät hängt. Deswegen finde ich auch jährliche Prüfungen irgendwie blödsinnig. Was nützt mir so etwas, wenn das Gerät nach 11 statt nach 12 Monaten versagt?

Diese Prüfungen sind für das Gewerbe mit Angestellten gemacht, um Mindestanforderungen zu erfüllen und damit die Versicherungen etwas vorweisen können, wenn mal etwas passieren sollte. Gerade beim klettern ist Eigenverantwortung und ein gewisses Maß an Disziplin gefragt und wer das beides nicht hat, lebt so oder so gefährlich.

Denke wir sind uns da im Grundsatz aber alle einig!

Gruß
Michael


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 Betreff des Beitrags: Re: Sicherungsgeräte testen lassen?
BeitragVerfasst: Fr 19. Apr 2013, 09:15 
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Geocacher
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Registriert: Di 14. Jul 2009, 12:31
Beiträge: 228
Grisu82 hat geschrieben:
Bergsportartikel sind nicht immer nach den erforderlichen Normen geprüft. Dynema ist nicht zugelassen und es dürften fast nur Stahlkarabiener verwendet werden.


:ironie:
Oh Gott, und ich bin die letzten 20 Jahre nur mit Alu klettern gewesen :eek:
Gleich morgen gehe ich los und besorge mir ein paar ordentliche Expressen mit Stahlkarabinern (hoffentlich gibt es die auch als Wiregate...) Meine HMS-Karabiner: alles Schrott.
Und dann meine Bandschlingen: nur die PA-Fasern darin sind wirklich zugelassen!
Ich glaube, hier ist eine großangelegte Verschwörung des Handels im Gange, der nur Material mit UIAA und EN Siegel vertreibt und keines, das die wirklich erforderlichen Prüfungen durchlaufen hat.

Spaß beiseite: wer hat dir denn das erzählt?


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