Geocaching & GPS location based games

Thema anzeigen - Warum darf man Wild nicht stören?


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BeitragVerfasst: Fr 16. Sep 2011, 10:31 
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Geowizard
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Registriert: Do 30. Okt 2008, 18:35
Beiträge: 2813
Für mich gibt es zwei Arten von Wildstörung:

aktiv: grölend durch den Wald stampfen und alles aufscheuchen was nicht bei 3 auf dem Baum sitzt

passiv: (im Wald) spazieren gehen, Pilze suchen, Geocachen, ...

Meine Statistik (Zeitraum von 25 Jahre):
3mal Rotwild; Feld/Straße
1mal Schwarzwild; Feld
1mal Rotwild; Waldrand
1mal Rotwild; im Wald
3 Hasen oder mehr; Feld

Richtig, direkt im Wald abseits von Wegen kam es bisher genau einmal vor, darum ist oben der Wald auch in Klammern gesetzt.

Warum darf man Wild nicht stören?
Also "aktiv" stellt sich die Frage nicht und "passiv" läßt sich nicht vermeiden, die Frage sollte eher lauten: Stören wir das Wild und wie läßt sich diese vermeiden ohne das uns die Natur fremd wird?

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Cachen mit Handy und PDA - das benutze ich:
TrekBuddy, GoogleAK, GCMicroTool, CacheWolf, Jeo (Cachen mit Headset), TB Cutter, PNGGauntlet, gcexceltool


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BeitragVerfasst: Fr 16. Sep 2011, 11:34 
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Geocacher

Registriert: Fr 25. Feb 2011, 10:04
Beiträge: 31
Servus!

cahhi hat geschrieben:
Ich würde hier schon in Frage stellen, ob der Wildbestand wirklich "aus den Fugen" geraten ist

Oh ja, absolut in manchen Gegenden.
Im Bereich der Donauauen bei Wien vermehren sich die Wildschweine in so dermaßen argen Mengen, dass es regelmäßig mit einer Riegeljagd alles abgeknallt, was nach Wildschwein aussieht - und selbst dass ist zu wenig. Aber bei den Umliegenden Wirtshäusern gibts immer dann Wildwochen *nom*

Hasen und Rotwild sind generell ned so häufig gesäet und da geht es einfach nur darum, dass man mehr hat, was man abschießen kann. Deswegen ist jeder überfahrene Hase auch eine Tragödie für die Jägerschaft. Einer weniger, der vor seinem Kugeltod gestorben ist.

Generell sollte man schon davon ausgehen, dass man Tiere in deren Umgebung einfach in Frieden lässt - ich will ja mal hoffen, dass keiner ABSICHTLICH Rehe verscheucht etc. Ich hab schon mehrere gesehen, wenn man stehenbleibt, gehen die eh von selbst weiter (ohne Flucht).
Bei Wildschweinen geht das sowieso nicht, von denen WIRD man vertrieben.

Bei den Jägern wird das "Aufscheuchen des Wildes" immer wieder als Argument für genau einen Faktor angegeben: "MEIN WALD, verschwinde hier."
Auch wenn weit und breit nix wildmäßiges in der Nähe ist, da so manche Wildtiere tagsüber ned im Schlafzimmer im Wald, sondern auf Wiesen etc. auf Nahrungssuche sind und ohnehin ned zu Sehen sind.

Mit Hunden ist es ja auch so, viele Jäger haben einfach einen abgrundtiefen HASS auf Hunde - obwohl sie selbst einen haben, der auch dementsprechend schlecht behandelt wird, dafür gibt es leider viel zu viele Beweise. Deswegen einfach dagegen sein.

Und das größte Problem an der ganzen Jägerproblematik: Es sind verhältnismäßig viele Personen aus dem Juristenkreis Jäger, sowas in der Art jeder 3. Richter ist selbst Jäger. Na dann schauen wir mal, ob Justitia WIRKLICH gerecht und unvoreingenommen handelt..
Viele von diesen "Regeln", wie man mit Nicht-Jägern umzugehen hat (mit Waffe an der Schulter aufbauen udn sofort brüllen) werden von Generation zu Generation weitergegebern, damit das "Wissen", wie man Externe behandelt, ja nie verloren geht...

MfG WuKnu (Jagdkurs gemacht, aber kein Jäger)

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BeitragVerfasst: Fr 16. Sep 2011, 11:52 
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Geoguru
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Registriert: So 29. Jan 2006, 11:12
Beiträge: 4845
Wohnort: Schröck bei Karlsruhe
t31 hat geschrieben:
.......die Frage sollte eher lauten: Stören wir das Wild und wie läßt sich diese vermeiden ohne das uns die Natur fremd wird?
das ist genau der springende Punkt: Der "Störung" steht in Normalfall ein Positivum gegenüber, nämlich daß sich Leute soweit mit der Natur befassen, daß sie zumindest mal rausgehen und sich das angucken. Und das kann man eigentlich nicht länger machen, ohne daß man sich da zum naturbejahenden oder - interessierten Menschen entwickelt. Und das sollte auch im Interesse der Jagd sein.

Alle, die am liebsten den Wald nur der Natur (und natürlich IHREN eigenen Aktivitäten :kopfwand: ) überlassen würden - seien es nun Jäger, Naturschutzorganisationen oder ähnliches, vergessen immer, daß man nur schützen wird, was man kennt und liebt. Und mit Verlaub: Da erfüllt Geocaching genau DIE Anliegen, die Waldtage, Waldklassenzimmer, Schulwandertage, Naturführungen -oft ungenügend- einfordern - und zwar erfolgreich und kostenlos.

Eigentlich gehört uns ein Verdienstorden. Mein Selbstbewußtsein in DER Hinsicht ist gigantisch :D .

Allerdings stimmt das natürlich nur, wenn in der Tat dem Cache auch irgendein Mehrwert zugeordnet werden kann wie z.B. Wissensvermittlung, Familienbewegung, Heimatkunde o.ä. Dann sind auch die unvermeindlichen Trampelpfade* zu verschmerzen. Bei Powertrails ohne Location mit entsprechendem Traffic, bei denen die Landschaft nur noch Kulisse ist, und die Dose nur noch Aufsammelpunkt wird die Argumentation dann doch etwas dünner.

Aber die sind ja den Spielregeln nach nicht erlaubt - und die Cacher haben das ja alle auch so verstanden :D :D :D

Gruß Zappo

*Schon oft geschrieben - die Trampelpfade, zerpflückte Baumstämme usw. sind zwar unschön, aber natürlich keine Schädigung des Ökosystems. Trotzdem aus Tarnungsgründen zu vermeiden.

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BeitragVerfasst: Fr 16. Sep 2011, 12:04 
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Geoguru
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Registriert: So 29. Jan 2006, 11:12
Beiträge: 4845
Wohnort: Schröck bei Karlsruhe
WuKnu hat geschrieben:
.....WuKnu (Jagdkurs gemacht, aber kein Jäger)
Achtung, über Scherz auf Deine Kosten: "Gemacht oder bestanden....." :D :D :D

Hallo erst mal. Bei allem was Du - richtigerweise - hier schreibst, sollten wir nicht vergessen, daß auch in der Jägerschaft bei einigen Leuten ein Umdenken stattgefunden hat und findet - und es viele Grünröcke gibt, die sich über das Verhalten der anderen so ihre Gedanken machen - und oft innerlich mit dem Kopf schütteln.

Und das zu Recht: Das Bild des Jägers in der Öffentlichkeit ist noch Stockwerke tiefer angesiedelt als das des Cachers. Das mag an den teils falschen Vorstellungen und Weltanschauungen der Bevölkerung liegen, aber auch an einigen individuellen "Aussetzern" der grünen Zunft.


Gruß Zappo

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BeitragVerfasst: Fr 16. Sep 2011, 13:00 
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Geocacher

Registriert: Fr 25. Feb 2011, 10:04
Beiträge: 31
Naja, gemacht, ned bestanden ;)
Weil ich bei der Prüfung einen Abzug Bauform "Deutscher Stecher" erstmal in der Hand gehalten habe und es im falschen Moment KLICK gemacht hat. War eh egal, jagen wär ich nie gegangen.

Dieses Umdenken ist aber nicht bei jedem dabei, es gab bei dem Kurs mehrere Kinder von Landwirten, die mit 16 Jahren schon dahergeredet haben wie die Altjäger... Nix von wegen "Fortschritt"..

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BeitragVerfasst: So 18. Sep 2011, 08:08 
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Geomaster

Registriert: Mo 4. Mai 2009, 10:29
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Taxnix hat geschrieben:
Es gibt offenbar zuviel Wild, Landwirte wollen kein Wild auf ihren Äckern, Forstwirte kein Wild in Ihrem Wald

Unsinn: Es gibt viel zu wenig Füchse, die in den Sandkasten koten in dem Deine Kinder spielen.
Der Forstwirt stört sich nur an Reh- u. Rotwild (teilw. noch Hasen). Alles andere ist dem ziemlich egal.
Dem Landwirt geht das Rehwild sonst wo lang (wenn er nicht gerade versehentlich mit dem Mähwerk über ein Kitz gefahren ist...

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Was es wohl zu bedeuten hat, wenn in einer Beurteilung steht: "Sein/Ihr Engagement zeugt von höchster sozialer Kompetenz!" ???


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BeitragVerfasst: So 18. Sep 2011, 08:14 
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Geowizard

Registriert: Mo 1. Aug 2011, 20:13
Beiträge: 1000
Wohnort: 41236
Hm, bei mir sind das mit dem Sandkasten ja eher Nachbars Katzen, 2 eigene kaufen und man ist quid! :lachtot:

Aber warum widerlegt das die Aussage das sich beide Parteien an unterschiedlichem WIld stören?

LG

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Das ist mal schön auf den Punkt gebracht :) :
Merkur hat geschrieben:
Ich hingegen fahr lieber mit dem Geländewagen zum Cache und werfe dabei mit Altbatterien nach Eulenbabys....nur um die Diskussion am laufen zu halten.


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BeitragVerfasst: So 18. Sep 2011, 08:16 
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Geomaster

Registriert: Mo 4. Mai 2009, 10:29
Beiträge: 503
Taxnix hat geschrieben:
Hm, ist es nicht so, das Waldwanderer, Mountainbiker, Geocacher und alle, die sich sonst noch im Wald rumtreiben (außer Jägern natürlich), dem Wild im individuellen Überlebenskampf tatsächlich helfen?

Nein, so ist das nicht. Vielmehr wird das Wild in seiner Nahrungsaufnahme regelmäßig gestört, so daß es in seine Einstände gedrückt wird, wo es all die kleinen Bäumchen eliminiert, die der Förster so gerne wachsen sehen würde. u.U. kommt es zu mangelhafter Nahrungsaufnahme. Die Tiere werden krankheitsanfällig (auch wegen des Streßes) und können sich für den Winter keine dringend benötigten Reserven "anfressen".
Viele gestresste Tiere verrecken im Winter jämmerlich an Krankheiten/Parasiten oder verhungern schlicht.
Ein langsamer, qualvoller Tod.


Team Hellspawn hat geschrieben:
Aber warum widerlegt das die Aussage das sich beide Parteien an unterschiedlichem WIld stören

Zum Einen gibt es nicht "zu viel Wild", sondern zu viel Menschen und zu wenig natürlichen Lebensraum für Wildtiere.
Zum Anderen gibts unterschiedliche Perspektiven: Den einen stören Füchse, die in Wohngebieten auf Spielplätze und in Gärten koten, den anderen stören Sauen, die den Kartoffelacker ausheben, den dritten stören die süßen Rehlein, die ihm die "Nachwuchsbäumchen" ratzekahl fressen.
Der Städter, dem der Fuchs in den Garten sch*** ist evtl. davon überzeugt, daß es zu viele Füchse gibt- keinesfalls aber zu viele Rehe.
Das ist die Sache mit dem eigenen Tellerrand eben...

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BeitragVerfasst: So 18. Sep 2011, 08:30 
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Geomaster

Registriert: Mo 4. Mai 2009, 10:29
Beiträge: 503
Thaliomee hat geschrieben:
Scheinbar gibt es zu viele Rehe, denn sonst wäre es unsinnig sie zu bejagen. Also wäre es wünschenswert wenn es weniger gibt, dass scheint man mit erschießen zu schaffen. Wäre eine Auslese über den Streßfaktor aber nicht sinnvoller?


Eine angehende Grundschullehrerin hält also den "langsamen" Tod durch Streß (bzw. in der Konsequenz durch Krankheit oder verhungern) für "humaner", als den schnellen Tod durch einen gezielten Schuss?

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BeitragVerfasst: So 18. Sep 2011, 08:34 
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Geomaster

Registriert: Mo 4. Mai 2009, 10:29
Beiträge: 503
Gueni hat geschrieben:
...ist doch egal auf was er ballert es geht doch nur ums töten


Was soll man dazu noch sagen. Völlig unterirdisches Niveau...

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