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Thema anzeigen - Warum darf man Wild nicht stören?


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BeitragVerfasst: Mo 19. Sep 2011, 09:58 
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Geowizard
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zum Thema Rehe: Waldrehe und Feldrehe sind zwei verschiedene Populationen. Hier haben sich in der Evolution zwei eigenständige Gruppen mit eigenen Verhaltensregeln gebildet, die sich meines Wissens kaum mischen.
Zum Thema Bestandshöhe: Alle Zählverfahren der Jäger sind Humbug (etwas überspitzt aber im Kern wahr). Man kann Rehe nicht zählen, egal wie oft man draußen sitzt. Gleiches gilt für Schwarzwild. Rotwild ist schon ein bisschen auffälliger aber nicht standortstreu. Wie es bei Damm- und Muffelwild ist weiß ich nicht.
Der einzige verlässliche Faktor, den wir objektiv bewerten können sind die Schäden, die die Wildtiere anrichten. Hier kann man konkrete Zahlen erfassen und bewerten. Man kann festlegen, wie viel Schaden noch natürlich und ab wann es zu viel ist. Denn ob ein Bestand zu groß oder zu klein ist, bestimmt das Biotop in dem er lebt, es wird bestimmt durch das Nahrungsangebot, Deckung usw. Diese Abstimmung ist kompliziert und auch ordentlich konfliktgeladen. Und am Ende ist es eine subjektive Entscheidung des Waldbesitzers, ob ich Wild vor Wald oder Wald vor Wild setze (wobei letzteres langfristig ein Wald UND Wild ist, aber nur langfristig)

In meinen Augen gibt es aber für den Wald einen ganz klaren Anzeiger: solange sich der Wald auf natürliche Art und Weise nur dann erneuert (Stichwort Naturverjüngung), wenn man einen Zaun darum zieht, gibt es zu viel Rehwild. Solange ich jede Forstkultur einzäunen muss, hat der Jäger seine Arbeit noch nicht erledigt. Und ich kenne Forst- und Jagdreviere, da wurde die Arbeit erledigt, das geht, aber natürlich nicht mit einer reinen Ansitzjagd.

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BeitragVerfasst: Mo 19. Sep 2011, 18:43 
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Geowizard
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Zappo hat geschrieben:
Genauso, wie ich als Bunkerbekloppter winters nicht in die Bunker reinsoll, weil da Fledermäuse überwintern. Ich frag mich da oft, was die Tiere VOR dem zweiten Weltkrieg getan haben :D

Zumal wohl auch jetzt noch und in vielen Fällen mehr nicht geocachende Kinder und Jugendliche und wohl auch Erwachsene in diesen Dingern rumturnen als Geocacher. In alten Kellern stolpere ich über Feuerstellen und Müll jeder Art, und meinem Eindruck nach kommt's gerade zu ersteren vor allem im Winter, denn wenn ich die Stellen im Frühjahr aufsuche sind sie frisch.
Und überall diese Hysterie, dass jedes noch so kleine Loch im Waldboden zugeschüttet werden muss..

Jedenfalls: Wahre Worte! :applaus:


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BeitragVerfasst: Mo 19. Sep 2011, 19:58 
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Geocacher

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In meiner Jugend standen hier noch viele ausgebombte Häuser und das waren für uns die tollsten Spielplätze .
Warum sollten die Kinder von Heute anders sein?


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BeitragVerfasst: Mo 19. Sep 2011, 23:17 
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Geocacher

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WuKnu hat geschrieben:
2. Beim theoretischen Teil war ich so ziemlich der Beste bei der Prüfung

Darf ich fragen, in welchem Bundesland die Prüfung war? Selbst in Bayern ist die theoretische Prüfung nur zum ankreuzen, das kann man so weit üben, dass man nur die ersten paar Wörter der Frage lesen muss und dann die Antwortkreuze gleich richtig setzen kann.
WuKnu hat geschrieben:
Es waren die Kinder von Landwirten, weil der Kurs in einer Landwirtschafts-Fachschule abgehalten wurde und ein Großteil der Kursteilnehmer die Schüler von dort waren

Ich finde es gut, wenn Landwirte den Jagdschein machen. Die sind es schließlich, die über Schäden an Wald und Feld jammern und die Jäger anmaulen. Sollen die doch das Problem selbst in die Hand nehmen.
WuKnu hat geschrieben:
Ich war immer bei den Ausbildungen, nur meinte unser Kursleiter immer nur, Kugelschießen gehen wir später, das brauchen wir nicht, nur Schrotschießen ist wichtig. Ich war nicht der einzige, der Probleme mit deinem Deutschen Stecher hatte.

Dann war der Kurs scheiße. Im Zweifelsfall auf eine Jagdschule zurückgreifen, ein paar Wochen Intensivkurs und dann Prüfung in Hamburg.
Schusswaffen sind gefährlich und eingestochene Schusswaffen sind scheißgefährlich. Besonders wenn man doch nicht schießt und die Waffe entstechen muss. Da ist es fatal, wenn man in der Handhabung unsicher ist oder die Stecherarten verwechselt. Daher ist es in Ordnung, wenn bei der Prüfung bei der Waffenhandhabung streng aussortiert wird. Wobei es die Bayern hier wieder übertreiben. Die Waffenhandhabung ist eine eigene Prüfung, militärischer Drill, Meldung machen nach jedem Handgriff, hinterfotzige Prüfer, die bewusst Fallen stellen. In Hamburg wird die Handhabung in der mündlichen Prüfung erledigt.
WuKnu hat geschrieben:
Mit dem Frz. Stecher schieß ich nachgewiesenermaßen besser als viele andere

Ob man "gut" oder "schlecht" schießt, hat ja nichts mit dem Stecher zu tun. Ich bevorzuge Handspanner mit Feinabzug, ist weniger Gefummel.
WuKnu hat geschrieben:
Ich weiß nicht, wer mehr Gefahr für die Allgemeinheit darstellt, jemand, der sowieso nicht mit einer Schusswaffe durch die Gegend läuft (und es auch nie gemacht hätte) oder jemand, der sich zu einer Personengruppierung zugehörig fühlt, deren extrem schlechtes Ansehen in der Öffentlichkeit nicht von Ungefähr kommt.

Warum hast du dann überhaupt mit einem Jagdkurs angefangen? So eine WBK ist schon was schönes, oder? Und ein Revolver im Nachttischkästchen auch.
Und im Märchen sind die Jäger immer die Guten.


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BeitragVerfasst: Di 20. Sep 2011, 08:45 
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Geocacher

Registriert: Fr 25. Feb 2011, 10:04
Beiträge: 31
Servus!

Bundesland Niederösterreich ;)

Da bestand die theoretische Prüfung aus 6 Etappen, Hunde, Waffen, Ökologie, Rotwild, Schwarzwild und nochwas. Wennst bei einer versagst, fliegst raus. Beim Theorieteil sind 7 oder 8 durchgefallen von 25, einige haben das mit der Tränendrüse oder dem Hinweis auf den Opa, der mal Jäger war blah... wieder rückgängig gemacht. Nur bei der Ökologie hatte ich kaum Ahnung, "weil das kommt ja ned".. Sonst fliegen viele bei den Hunden durch, weil ein Jagdhunde laut den Kursinhalten ja nur ein Arbeitsgerät ist, dass man in den Zwinger sperrt und 1x im Monat rausholt, wenn mans für die Jagd braucht. Das gab ne 2-stündige Diskussion mit mir...

Den Kurs hab ich gemacht, weil ich mich doch etwas für die Natur interessiere - gelernt hab ich sehr wohl genug bei dem Kurs, ich habs halt nur ned schriftlich. Egal, ich wär sowieso nie jagen gegangen. So wie 3/4 der anderen Kursteilnehmer auch nie.
Scheiße war der Kurs nicht, HÄTTEN wir alles regulär gemacht. Nur war unser Betreuer derjenige, der den Kurs abgehalten hatte und der war da halt anderer Ansicht. Für ihn toll, er hat wieder verdient, weil halt manche einen Wiederholungskurs machen mussten.
Und dessen Sohn MUSSTE den Kurs machen, dass der eine Abneigung gegen Schusswaffen hat, war dem Papa egal. Auch, dass er sich absichtlich hat durchfallen lassen, hat nix geholfen.
Damit der ned allein den Kurs macht und mich der Vater von vorne bis hinten über die TATSÄCHLICHEN Kurskosten belogen hat (kostet eh nur 200€ plus Prüfung, bei 600€ hab ich aufgehört zum Zählen), gepaart mit meinem Interesse, hab ich das halt auch mitgemacht.

Witzig war aber die Waffenausbildung selbst: "Rennts ned mit dem geladenen Gewehr herum, zielts nicht auf Leute - und am ALLERWICHTIGSTEN: Steckts nicht die Finger in die Läufe von der Schrotflinte".
Es handelte sich um die GESAMTE Sicherheitseinweisung.. Am Schrotplatz sah man auf dem Podest, wie wirksam das war, allein unser Kurs hat so mehrere Dutzend Male in das Podest geschossen. Tjo. 25€ für den Schützenverein pro Schuss.
Beim Militär bekamen wir nach 3 Wochen á 1-2h Waffenexerzieren täglich (laden, entladen, halbladen, reinigen, blind auseinandernehmen und zusammenbauen, hin und her) jeweils eine einzige Platzpatrone und die durfte natürlich nicht losgehen, bevor wir die regulär verfeuern durften. Nach einer weiteren Woche unter allerstrengsten Bewegungs- und Sicherheitsabläufen abgezählte, scharfe Munition. Beim Jagdkurs wurden die Schachteln teilweise ausgeleert, zur freien Entnahme.
Beim praktischen Kursteil - also beim Schießen sind nochmal ein halbes Dutzend Leute durchgefallen, genau wegen der Waffenhandhabung - laden, entsichern, laden, entsichern, laden, schießen - und treffen. Bei einigen kam das Schießen vorher, tjo, und wieder einer weniger. Da versteh ichs aber, dass man da etwas genauer schaut.

Die Landeigentümer sind ja automatisch Anteilhaber an der Jagd, weil es ja deren Grund ist - meistens ja verpachtet, fast alle Jäger hier sind von extern und haben sich in die Jagd eingekauft. Für die, die ohnehin ned jagen gehen, ein nettes Zubrot. Gut ist der Kurs für Landwirte ohnehin, ned alles lernt man in der Landwirtschaftsschule und bissi Wissen über den - sowieso fast nicht vorhandenen Wald in "unserem" Revier - hat niemand geschadet.

Schäden ist relativ, in einem Weizenfeld haben wir mal einen Kornkreis gefunden, ca. 20m Durchmesser, fast rund, alles niedergetrampelt. Nach einer "Spurensuche" hat es sich ergeben, dass es sich scheinbar um zwei brunftige Rehböcke gehandelt haben muss, die das Feld so verwüstet hatten. Der Maisacker, wo eine Wildschweinrotte eine 2m breite Schneise durchgefressen hatten, sah ned besser aus. Das hat die Firma wenig gefreut.

Die WBK braucht man nicht, es darf hier sowieso jeder eine Schusswaffe kaufen, man muss halt nur 3 Tage warten als Abkühlphase, Faustfeuerwaffen bekommt KEINER, der sie nicht wirklich und nachweislich benötigt und selbst dann will die Verwaltung die ned hergeben. Revolver etc. dürfen ja auch nur von Jagdaufsehern benutzt werden. Offiziell.

Fazit: WENN man sich für die Fauna und bissi die Flora des Waldes interessiert, ist es empfehlenswert, den Jagdkurs zu machen. Man sollt halt ein wenig etwas mit Waffen am Hut haben, ohne geht es nicht. Vielleicht gibts es auch Möglichkeiten, nur den Theorieteil zu machen, da müsste man sich informieren.

MfG WuKnu

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BeitragVerfasst: Di 20. Sep 2011, 09:30 
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Geowizard
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WuKnu hat geschrieben:
Fazit: WENN man sich für die Fauna und bissi die Flora des Waldes interessiert, ist es empfehlenswert, den Jagdkurs zu machen. Man sollt halt ein wenig etwas mit Waffen am Hut haben, ohne geht es nicht. Vielleicht gibts es auch Möglichkeiten, nur den Theorieteil zu machen, da müsste man sich informieren.

MfG WuKnu


da kommt von mir ein klares NEIN. nur wer wirklich Lust hat, später irgendwas mit Jagd am Hut zu haben, ob aktiv oder nicht, sollte den teuren Jagdschein machen. Alle anderen, denen es um das theoretische wissen in Sachen Natur, Wildtiere usw. geht, sind in diesem thematisch sehr einseitigen Kurs nicht optimal aufgehoben.
Die vielen Stunden wären in einer AKTIVEN Mitgliedschaft in einem Naturschutzverband oder -verein sehr viel sinnvoller investiert. Mit hundert Stunden Freizeit kannst Du beim BUND oder NABU schon extrem viel lernen und erleben. Man muss natürlich kommunizieren wollen und Exkursionen und Vorträge besuchen. Ein Buch ala "Vorbereitung auf die Jägerprüfung" und "Jagdwende" kann ja dennoch als Horizonterweiterung konsumiert werden. Und wer dann die gesparten Hunderter der Organisation auch noch spendet, der tut noch was richtig Gutes und hilft der Umwelt auch passiv weiter. Und in Sachen biologische Kenntnisse insbesondere bei Vögeln, Kleinsäugern, Reptilien, Insekten usw. bieten die Jäger und Jagdkurse eh keine nennenswerten Informationen.

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BeitragVerfasst: Di 20. Sep 2011, 15:11 
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Geomaster

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Zitat:
da kommt von mir ein klares NEIN. nur wer wirklich Lust hat, später irgendwas mit Jagd am Hut zu haben, ob aktiv oder nicht, sollte den teuren Jagdschein machen.


Wieder mal ein "Erzieher der Nation". Super-Nanny des Internets.
Ich wusste nicht, ob ich später was mit "Jagd" am Hut haben werde und habe mich dennoch zu einem Kurs angemeldet und dort ca. 350-400h zugebracht. Auch, weil ich es wissen wollte was dran ist an meinen Vorurteilen Jäger/Jagd betreffend.
Mit einer bestanden Prüfung tut man sich im Übrigen leichter mit einer "mehrschichtigen" betrachtungsweise. Das an den user aus Österreich.

Wenn ich so einen Schmarrn lese von wegen Hund=Gebrauchsgegendstand und Revolver in der Nachttischschublade, dann ist es irgendwo klar wo man hier liegt, niveau-technisch.
Völlig sinnentleertes bla-bla.

Und die Super-Nanny soll sich mal Gedanken darüber machen, ob es nicht vielleicht Reviere geben kann, wo Bewegungsjagden aus diversen Gründen weitestgehend ausgeschlossen sind.
Ganz davon abgesehen, daß ich nur wenige Schützen kenne, die dafür garantieren können auf bewegtes Wild ausschließlich waidgerechte Schüsse anzutragen. Super-Nanny ist aber mit Sicherheit ein Spitzenschütze!

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Was es wohl zu bedeuten hat, wenn in einer Beurteilung steht: "Sein/Ihr Engagement zeugt von höchster sozialer Kompetenz!" ???


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BeitragVerfasst: Di 20. Sep 2011, 16:30 
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Geowizard
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da fühle ich mich mal angesprochen :D
du hast meinen beitrag nicht in bezug auf den beitrag davor gelesen. dort wurde berichtet, dass man aus neugierde diesen kurs gemacht hat und schon von anfang an vor hatte, niemals eine waffe in die hand zu nehmen und nix mit jagd am hut haben will. und darauf habe ich geantwortet, dass es dann günstigere und in meinen augen sinnvollere freizeitbeschäftigungen und lehrgänge gibt. es ist totaler quatsch, dass man einen langen jagd-kurs besuchen muss um sich ein bild zu machen. da kann man auch einfach mal den örtlichen jagdpächter begleiten oder eine hegeringsversammlung besuchen :D

du solltest nicht dinge herauslesen, die dort nicht stehen. ich gehe jetzt einfach mal weiter davon aus, dass ich gemeint war.

ich habe zwar einen jagdschein und habe das fach sogar studiert und mit einem diplom abgeschlossen, aber ein guter schütze bin ich nicht. ganz mies auf tontaube (macht aber riesen spaß), treffsicher mit der 30/06 auf stehende ziele und gar nicht gut auf bewegtes wild. das war aber mal wesentlich besser, aber ich habe heute kein trainig mehr. da muss man einfach dran bleiben. es ist traurig, dass jäger damit prahlen müssen schießen zu können und gar nicht merken, dass das doch eine selbstverständlichkeit ist. ich habe freiwillig meine kostenlose jagd (schwarzwild, rehwild, weibl. rotwild) im forstrevier meiner frau aufgegeben, weil mir der jagdzirkus nicht gefällt. außerdem bin ich nachts immer eingeschlafen und habe mir im winter den arsch abgefroren. und jetzt sind mir meine kinder wichtiger als tiere tod schießen. die zur zeit hier praktizierten jagdmethoden sind unglaublich ineffektiv und man rennt da an wie gegen windmühlen.

aber ich erlaube mir zu diesem thema eine fundierte eigene meinung, die ich aufgrund meiner langjährigen erfahrung mit gutem gewissen vertreten kann, zu haben. wobei mein standpunkt in der regel von der eines jagenden försters stammt.

und wenn ich darüber schreibe, hat das überhaupt nichts mit "erziehen" zu tun, wenn schon, dann mit "predigen" und "missionieren".

noch zu ein paar konkreten anmerkungen:
- mit der entsprechenden vorbereitung und der notwendigen ausstattung an schützen und hunden sind bewegungsjagden in fast jedem revier möglich, manchmal halt als bewegungs-ansitz-jagd
- "fehlende gute schützen" genau das ist es, was ich auch beobachtet habe und auch die fehlende reflektion, so wie du es zeigst. es ist ein trauerspiel, wie schlecht die jäger in der regel auf bewegungsjagden sind und wie oft sie den finger gerade lassen (müssen). genauso gibt es hier große probleme mit vernünftigen jagdhunden, meuten und ausreichend guten schweißhundeführern.
so wird das natürlich nichts

ich habe bewegungs- jagden erlebt, bei denen blutbäder angerichtet wurden (ähnlich im stadtwald lübeck). das geschrei war groß, aber heute stehen in diesen revieren artenreiche wälder mit so viel deckung, dass eine jagd kaum möglich ist und sich die bestände wieder vernünftig einstellen ohne schäden zu verursachen. soviel mal dazu. ;)

nun lese dir deinen beitrag noch mal durch und sinniere über die bedeutung von niveau :D
sorry, war ein bisschen arrogant

ach ja, ich nenn' mich hier quercus, nicht super-nanny ;)

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BeitragVerfasst: Di 20. Sep 2011, 19:17 
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Geowizard
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Registriert: Mi 4. Okt 2006, 11:14
Beiträge: 1716
Wohnort: 76829 Landau in der Pfalz (Stallhasenhausen)
kann es hier auch mal mit dem Thema
Zitat:
Warum darf man Wild nicht stören?

weiter gehen? Es hat niemand nach dem Sinn oder Unsinn von Jagdprüfungen für Nichtjäger gefragt.

_________________
Gruß aus der Pfalz
Uwe

Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann (Francis Picabia)


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BeitragVerfasst: Di 20. Sep 2011, 20:04 
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Geocacher

Registriert: Sa 24. Jul 2010, 08:25
Beiträge: 109
UF aus LD hat geschrieben:
kann es hier auch mal mit dem Thema
Zitat:
Warum darf man Wild nicht stören?

weiter gehen? Es hat niemand nach dem Sinn oder Unsinn von Jagdprüfungen für Nichtjäger gefragt.

Prof. Dr. Josef H. Reichholf, der die Abteilung Wirbeltiere der Zoologischen Staatssammlung München leitet, führt diesen Sachverhalt auch darauf zurück, dass in einem Gebiet in welchem durch die Jagd viele Tiere getötet werden, die Verbliebenen ein besseres Futterangebot haben. „Tiere, die gestärkt überleben, pflanzen sich im Frühjahr zeitiger und zahlenmäßig stärker fort”, sagt Reichholf.

Kann man das nicht auch auf sogenannte störungen beziehen.


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