Teddy-Teufel hat geschrieben:
Der Witz ist gut, ich bewundere dich immer wieder, was du so hervor bringst.
Naja, in DEM Fall kam der Witz nicht von mir, sondern von der Verwaltung. Und ich sag ja nicht, daß die Recht hatten - aber so war die "Anschuldigung"
Wir: mit ca. 20 Mann/Frau/Jugendliche/Kinder einmal im Jahr auf eigener Obstbaumwiese getroffen, gegrillt, Bogen geschossen, Spielchen veranstaltet. Samstags aufgebaut, sonntags abgehauen. Jäger behauptet, wir würden dürfen das nicht, ruft die Grünen - Polizei kommt, sagt " alles ok., Sicherheit gewährleistet, harmloser Familiennachmittag - was wollnse denn."
Jäger geht am nächsten Tag aufs Ordnungsamt, erzählt, wir würden sinnlos betrunken in der Gegend rumballern und Passanten gefährden. Brief vom Ordnungsamt an Grundstückseigentümer: "Sofort unterlassen" (Einfach 1:1 die Anschuldigungen das Jägers übernommen).
Wir: Termin im Amt. Amt: "Veranstaltungen müssen angemeldet und beantragt werden, werden aber nicht genehmigt" . Wir: "was für ne Veranstaltung?" . Amt interpretiert gemeinsames Treffen für gemeinsames Tun- auch unter Privatleuten - als Veranstaltung. Punkt. Die Tatsache, daß einem der Grund und Boden gehört, ist nicht relevant, da auf besagtem Grundstück nur der Obstanbau als Nutzung statthaft ist. Dies würde - nach Amt - auch auf Geburtstagsfeiern o.ä. zutreffen. Sehr erschwerend

kam hinzu, daß ich vorne ab dem Parkplatz 4 gelbe Blätter mit Richtungspfeilen aufgehängt hatte, damit die auswärtigen Kumpels auch unsere Wiese finden. Eines davon (hatte ich schon Sonntags beim Einsammeln vermisst) wurde mit großem Triumpfgeheul im Amt als niederschmetterndes Beweismaterial aus dem extra für uns angelegten Ordner gezogen, was uns entsprechend beeindruckte.
Wir haben trotzdem noch ein paar Jahre weiter gemacht, vorher der Polizei usw Bescheid gesagt, die Wogen haben sich geglättet, die Beteiligten sind mittlerweile auch Andere - alles gut - trotzdem - so wars. Sorry.
Daß man als 16jähriger langhaariger Mopedfahrer und Baggerseeübernachter von der "Obrigkeit" in RAF-Zeiten argwöhnisch beäugt wird, daran hatte man sich ja gewöhnt. Daß sich der Argwohn noch in Jahren von 50+, kurzen - ähhh - wenig Haaren und eigenem Grundbesitz bei stinknormalen bürgerlichen Freizeitaktivitäten erhalten hat, läßt mir keine andere Wahl als zu glauben, es läge wohl an mir

.
Gruß Zappo