Also ich versteh das Problem an dem ganzen nicht so ganz. Bereits im letzten Jahr planten wir für Betreuer einer Jugendgruppe eine Art Geocaching Spiel. Wir haben dann im Forum angefragt, was denn die Community von der Idee halte, mit unseren Betreuern gezielt bestehende Geocaches in der Umgebung unseres Zeltplatzes anzugehen und wir hätten eben auch einen Cache auf dem Gelände unseres Zeltplatzes (iwo am Rand im Wald...) legen wollen als Ergebnis des Lehrgangs.
Hier sind wir dann auf massiven Widerstand gestoßen, dass man das doch nicht machen könne und wir das gefälligst sein lassen sollen. Aus respekt haben wir unser Konzept dann komplett umgeworfen und ein Spiel entwickelt welches sich zwar dem Prinzip GPS-Navigation und Dosenfinden bedient hatte, aber eben alles komplett ohne Bezug zu Geocaching zu nehmen. Das kostete uns schließlich ein halbes Jahr intensive Vorbereitungen, obwohl es wohl anders wesentlich einfacher zu gestalten gewesen wäre. Wir haben auch damals nicht so ganz genau verstanden, warum das jetzt eigentlich so schlimm sei, ein paar kleinere Gruppen zu Lehrzwecken unter Anweisung über ein paar Dosen zu jagen... Aber, die heiligen Tupperdosen

wurden respektiert und komplett ausgelassen.
Was aber auf jedenfall an diesem Wochenende herauskam, aus Sicht der Erlebnispädagogik liegt verdammt viel Potenzial im Geocaching und eben kreativen Abwandlungen. Und genau deshalb kann ich die Idee von Groundspeak nur begrüßen. Erst recht, wenn die ganze Sache im Rahmen der Jugendarbeit stattfindet und somit unter Anleitung steht.
Falls es noch niemandem aufgefallen sein sollte. Auch Kinder haben inzwischen Smartphones und Internetflats immer dabei. Mit 12 Jahren gehört das schon zum guten Ton. Schon mehrfach konnte ich beobachten, wie Kids ohne Eltern und Anleitung mit dem Smartphone durch die Parks marschiert sind und einen Cache gesucht haben. Die haben mehr drauf, wie meines erachtens hier immer wieder den kleinen zugetraut wird. Ich wurde auch schon von meinem kleinen Cousin angesprochen, weil er meinen Nicknamen bei Geocaching.com gefunden hat. Auch die Kids bewegen sich frei im Internet und sind in der Lage über Geocaching zu stolpern. Im schlimmsten Fall haben die dann Zugang zu einem Smarphone und ziehen dann auf eigene Faust los.
Daher sollte man doch Überlegen ob man nicht vielleicht etwas voreingenommen an die Sache herangeht. Es ist zu begrüßen, wenn man die Kids mithilfe ihrer Medien wieder in die Natur bringt. Um unser Hobby zu schützen sollte man ihnen aber auch den Umgang beibringen (hätten wir gerne getan, wenn da nicht der Widerstand gewesen wäre...

). Die andere Frage die man sich stellen sollte, ist mein Cache echt so empfindlich, dass den keine Jugendgruppe überlebt? Dann darf meiner Meinung nach auch ernsthaft bezweifelt werden, dass es den ersten Premium-User mit zwei linken Händen überlebt! Und auch die gibt es!