tosa hat geschrieben:
Ein nasser Baum ist halt nur sehr sehr glatt und daher gefährlicher, weil man schnell mal ausrutscht.
Ich lege mich bei Nässe immer nur unterhalb des Baumes auf den Seilsack. Mit >25kg Material auf Rücken und vor der Brust hilft es nur noch bedingt, wenn man -einmal am Hang ins Rutschen gekommen- mit den Armen rudert. Gewichtsproportionen stimmen einfach nicht. Und die "Lastmasse" ist eben doch recht lose mit dem eigenen Körper gekoppelt.
"Vorstieg im Baum" ist natürlich bei Nässe nicht mehr so prickelnd. Aber das wird bestimmt nicht der Hauptbestandteil des Kurses sein. Und notfalls lernt man eben, dass man zwei Bandschlingen und zwei Karabiner mitnimmt und mit zwei Würgeschlingen als Fallsicherung am Baum hochgeht, selbst wenn man eigentlich frei klettern könnte. Klar, man muss an jedem Ast einmal umbauen. Bei der Gelegenheit kann man gleich noch lernen, dass man ohne Falldämpfer die Schlinge nicht überklettern darf. Soll doch ein Kurs werden und kein Spaßklettern

Anyway: Vor Regen "im Baum" muss man sich nicht fürchten. Würgeschlingen halten auch auf den glitschigsten Buchen und die Abseilfahrten im Halbautomaten werden eher langsamer als schneller durch das Wasser im Seil. Man wird halt nass, wenn man die falschen Klamotten anhat. Aber hey, wer hätte das nicht vermutet?