Geocaching & GPS location based games

Thema anzeigen - mit einfachem Gerät genau messen - geht das?


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BeitragVerfasst: Mi 31. Okt 2007, 21:08 
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Geocacher
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Hallo Chris,

noch keine Antwort ?
In einem Monat kann halt ein Satellit ausfallen oder ein neuer hinzukommen oder die Position eines Satelliten verändert werden.

Eigentlich sind aber genügend Satelliten sichtbar, so dass eine Grobplanung möglich ist.

Vor Ort kann durch Abschattungen sowieso eine modifizierte Konstellation vorliegen.

Grüße Wallraff


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BeitragVerfasst: Fr 2. Nov 2007, 00:44 
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Geocacher
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Hallo Chris,

kleine passende Ergänzung:

Fand heute die Meldung, dass am Tage Deiner Anfrage ein neuer GPS-Satellit gestartet wurde, der jetzt im November "healthy" gesetzt werden wird
GPSWorld vom 30.Oct.2007

Grüße Wallraff


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BeitragVerfasst: Mi 28. Nov 2007, 16:41 
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Geocacher

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Folgendes Problem: In einem Tal herrschen schlechte Empfangsverhältnisse, eine Mystery-Cache befindet sich in einem Mini-Waldstück, in dem der Empfang mit einfachen Geräten noch schlechter ist. Beim ersten Versuch war der Empfang so schlecht, dass ich abbrechen musste (wie sich nachher herausstellte lag ich über 30m daneben).

Lösung(?): Bevor ich noch mal losgegangen bin habe ich mir folgendes überlegt: Da ich die Cache-Koordinaten kenne, habe ich mit diesem Tool den Winkel und Abstand zu einem markanten Punkt (Bürgersteigecke) bestimmt. Vor Ort hatte ich dann erneut schlechte Empfangsverhältnisse, hatte mir aber zunächst die Bürgersteinecke mit dem GPS markiert. Ich bin dann gemäß der zu Hause ermittelten Distanz und des Winkels zum Ziel gegangen und stand mit 1m Abweichung vor dem Cache. Hätte ich einfach die Zielkoordinaten ins GPS eingegeben, wäre ich ca. 20m daneben gewesen. 20m sind schon recht viel, wenn dazwischen ein Bach liegt :)

Meine Frage nun: War das in meinem Fall Zufall, oder kann man auf diese Weise bei schlechtem Empfang Punkte genauer anlaufen. Meine intuitive Erklärung wäre, dass durch die beschriebene Methode nahezu die gleichen Fehler gemacht werden und das Verfahren dadurch relativ genau wird. Die Bürgersteinecke und der Cache lagen ca. 50m auseinander.


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BeitragVerfasst: Di 11. Dez 2007, 21:19 
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Geoadmin
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Das was Du da gemacht hast machen Vermesser im Prinzip auch. Die haben auch das Problem an einigen Punkten nicht mit dem GPS messen zu können, das wird dann eben dort gemessen wo es geht und dann auf die alte Methode trianguliert (also etwa Richtung und Entfernung).
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BeitragVerfasst: Do 13. Dez 2007, 12:22 
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Geocacher

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Nur dass der Standard-Geocachers meistens kein "Hand"-Tachymeter dabei hat :-). Ich habe für die Bestimmung von Winkel und Strecke nur die Funktion des GPS genutzt. Die Frage wäre eben, in wie weit die Fehler, die man bei Messungen mit GPS-Handgeräten macht, in die gleiche Richtung gehen. Ich habe das vor einigen Tagen mal zu Hause ausprobiert und mehrere Punkte gemessen und mit den realen Punkten verglichen (via Google-Earth). Die Fehler von 5 Messungen an unterschiedlichen Punkten (Radius von ca. 200m) lagen tendenziell immer in die gleiche Richtung daneben (reale Punkte lagen immer weiter nordöstlich, allerdings mit unterschiedlichen Abweichungen 2-10m).
Ich vermute, dass man mit der GPS Winkel/Strecke Methode nur in recht gleichförmigen Gelände eine SICHERE Genauigkeitssteigerung hinbekommt.

Weiß eigentlich jemand wie stark die Fehler durch atmosphärische Einflüsse auf GPS-Messungen ist? Habe mal von einem Vermesser gehört, dass Korrekturdienste gerade diese atmosphärischen Einflüsse berücksichtigen um so Genauigkeiten im cm-Bereich hinzubekommen. Falls die Fehlereinflüsse im Meterbereich liegen, würde dies ja schon wieder für eine Verbesserung der Genauigkeit mit der beschriebenen Winkel/Distanz-Messung via Hand-GPS sprechen.


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BeitragVerfasst: Di 8. Jan 2008, 14:22 
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Geoadmin
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BeitragVerfasst: Mi 9. Jan 2008, 02:34 
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Geomaster
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dancing_geocachers hat geschrieben:
Nur dass der Standard-Geocachers meistens kein "Hand"-Tachymeter dabei hat :-). Ich habe für die Bestimmung von Winkel und Strecke nur die Funktion des GPS genutzt. Die Frage wäre eben, in wie weit die Fehler, die man bei Messungen mit GPS-Handgeräten macht, in die gleiche Richtung gehen. Ich habe das vor einigen Tagen mal zu Hause ausprobiert und mehrere Punkte gemessen und mit den realen Punkten verglichen (via Google-Earth). Die Fehler von 5 Messungen an unterschiedlichen Punkten (Radius von ca. 200m) lagen tendenziell immer in die gleiche Richtung daneben (reale Punkte lagen immer weiter nordöstlich, allerdings mit unterschiedlichen Abweichungen 2-10m).
Ich vermute, dass man mit der GPS Winkel/Strecke Methode nur in recht gleichförmigen Gelände eine SICHERE Genauigkeitssteigerung hinbekommt.

Weiß eigentlich jemand wie stark die Fehler durch atmosphärische Einflüsse auf GPS-Messungen ist? Habe mal von einem Vermesser gehört, dass Korrekturdienste gerade diese atmosphärischen Einflüsse berücksichtigen um so Genauigkeiten im cm-Bereich hinzubekommen. Falls die Fehlereinflüsse im Meterbereich liegen, würde dies ja schon wieder für eine Verbesserung der Genauigkeit mit der beschriebenen Winkel/Distanz-Messung via Hand-GPS sprechen.



Im Prinzip werden einige Fehlereinflüsse bei geodätischen GPS-Messungen auf ähnliche Weise ausgeschaltet wie du das gemacht hast. Korrekturdienste wie SAPOS machen permanente GPS-Messungen auf Punkten, deren Positionen mit hoher Genauigkeit bekannt sind.

Da einige Fehlereinflüsse innerhalb großer Gebiete gleich sind, muss man nur die Abweichungen der gemessenen Koordinaten von den bekannten Koordinaten als Korrektur an die eigene Messung anbringen und hat damit diese Fehler eliminiert.

Das funktioniert natürlich auch mit Navigationsempfängern und sollte eine erhebliche Genauigkeitssteigerung bringen. In den Zentimeterbereich wirst du aber auch damit nicht kommen, weil das Messverfahren deines Gerätes (Pseudorange-Messung) dafür eine viel zu geringe Auflösung hat. Geodätische GPS-Empfänger benutzen ein völlig anderes Messverfahren. Sie messen die Phasenwinkel der Trägerwelle, was wesentlich genauer ist. Dafür kosten sie auch ca. 100mal soviel wie ein Navigationsempfänger.

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Geocaching in Berlin und Brandenburg


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BeitragVerfasst: Do 10. Jan 2008, 23:21 
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Geocacher

Registriert: Mo 12. Nov 2007, 11:15
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@moenk: Danke für den wirklich interessanten Podcast. Auch für Nicht-Vermesser gut zu verstehen. Schon interessant, wie weit gefächert die GPS-Anwendungen sind. Sehr sehenswert.

@geometer42: Die Begriffe, die du erwähnst habe ich alle schon mal aufgeschnappt, schön, dass du sie noch mal in einen vernünftigen Zusammenhang strukturiert hast. Trägt gut zum Verständnis bei.


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