Nachtrag: Eins noch zum Hintergrund - ich habe auch schon einige Bunker besichtigt, z.B. bei eine Führung in den "Berliner Unterwelten"
Auch hier wurde bei den Führungen gewarnt diese Farben zu berühren. Wäre so nicht weiter gefährlich, solle aber nicht berührt werden. Eben wegen schwach radioaktiver Stoffe in der Farbe (so wurde uns da während der Führung erläutert).
Eben fand ich noch ein Statement auf eine Frage in deren Gästebuch, wo sich eine Frau darüber beschwerte nicht im Vorfeld genauer aufgeklärt worden zu sein:
Zitat:
Sehr geehrte ***********,
ich möchte Ihnen hiermit mitteilen, dass die selbstnachleuchtende Farbe, die wir in unseren Schutzanlagen aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges und auch des Kalten Krieges haben, keine gesundheitsschädliche oder gesundheitsgefährdende radioaktive Strahlung absondert und auch kein Radium enthält!
Radioaktive Leuchtfarbe wurde im Zweiten Weltkrieg (und auch im Kalten Krieg) vor allem dafür eingesetzt, Ziffernblätter von Armbanduhren zu beleuchten sowie die Instrumente von U-Booten oder Flugzeugen. Diese Farbe allerdings leuchtet immer nach, enthält Radium und ist gesundheitsschädlich, was bei unseren Farbanstrichen aber nicht der Fall ist.
Viele selbstnachleuchtende oder phosphoreszierende Farbanstriche in unseren Anlagen laden sich durch Licht auf, verlieren aber im Gegensatz zu radioaktiver Farbe nach einiger Zeit an Leuchtkraft und hören ohne erneuerten Lichteinfall nach spätestens einer Stunde ganz auf, nachzuleuchten.
Allerdings gibt es bei uns auch Räume, bei denen noch eine andere Leuchtfarbe verwendet wurde. Diese bestehen aus Tritiumverbindungen und Zinksulfid.
Siehe dazu auch Zitat aus Wikipedia: "Eine Radioaktive Leuchtfarbe besteht stets aus einer radioaktiven Substanz, früher meist Radiumsalz, heute entweder eine Tritiumverbindung oder Promethiumsalz, und einer fluoreszierenden Substanz, wie zum Beispiel Zinksulfid. Die radioaktive Strahlung regt hierbei die fluoreszierende Substanz an (Lumineszenz). Die verwendeten fluoreszierenden Substanzen oder andere zusätzliche Stoffe sind oft auch zur Phosphoreszenz in der Lage. Daher ist – abgesehen von Dauerleuchten – nach Lichteinwirkung zunächst ein starkes, innerhalb von Sekunden abnehmendes Nachleuchten zu beobachten. Die direkte Strahlung der heute für Leuchtfarben verwendeten radioaktiven Substanzen hat in Luft eine Reichweite von nur wenigen Zentimetern, da nur Alphastrahler und niederenergetische Betastrahler verwendet werden. Eine Abschirmung wird bereits durch eine durchsichtige Abdeckung erreicht. Allerdings kann von Leuchtfarben eine Strahlungsgefahr ausgehen, wenn diese abbröckelt, weil dann die radioaktive Substanz inkorporiert werden kann."
Die radioaktiven Messwerte, die wir in unseren Anlagen am Gesundbrunnen bei Untersuchungen im September 1999 ermittelt haben, sind so gering, dass davon keine gesundheitliche Gefahr ausgeht. Selbst mit einem Geiger-Zähler lässt sich keinerlei Strahlenwert feststellen!
Es ist davon auszugehen, dass auch in der Dresdener Straße oder im Fichtebunker solche Farbanstriche verwendet wurden, die allerdings definitiv kein Radium enthalten!
Um ein eventuelles Risiko jedoch komplett auszuschließen, sollten Besucher diese Farbanstriche generell nicht berühren, da sie in Teilbereichen nicht abriebfest sind. Dies gilt selbstverständlich auch für unsere Mitarbeiter. Sie könnten sich allenfalls gefährden, wenn Sie diese Farbanstriche ins Verdauungssystem bekommen, aber wie sollte das möglich sein…?
Falls jemand dennoch aus Versehen die selbstnachleuchtende Farbanstriche berührt und eventuell Farbpartikel mit den Fingern aufnimmt, so können diese problem- und gefahrlos mit Wasser und Seife abgewaschen werden. Auch Arbeiten an/mit der Farbe (z.B. Abschleifen, Wischen und Reinigen) sollten nur mit Mundschutz durchgeführt werden, um jegliches Risiko zu vermeiden.
Für weitere Fragen stehen wir gerne zur Verfügung.
Fettung oben von mir. Darum dreht sich auch meine Frage mit. Denn wenn Geocacher unbedarft in so einer Location "spielen" dann wird alles angefasst, sich abgestützt usw. - wenig später dann am Final eine kleine Stärkung ohne sich die Hände zu waschen, oder man wischt sich währenddessen über den Mund, wirbelt den Staub auf, atmet den ein usw... Schon ist das Zeug drin im Körper. Soweit zum Thema "Wie soll das möglich sein".
Trotz meiner "Nachforschungen" im Netz habe ich noch nicht so das klare Bild von der Sache.
Vielleicht kennt sich ja jemand näher damit aus?
BG
HansHafen