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Thema anzeigen - Aufstieg mit Würgeschlinge... heute mal mit dem Halbautomate


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BeitragVerfasst: Di 13. Okt 2009, 13:08 
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Geoguru
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Dieses Video zeigt einen Kletterer, der zum Aufstieg mit Würgeschlingen statt den klassischen zwei Bandschlingen die obere Bandschlinge ausgetauscht hat gegen ein Seil und einen Halbautomaten.

Ich bin mir bezüglich dieser Methode etwas unschlüssig, denn sie unterscheidet sich in folgenden Punkten "vom Klassischen", wobei ich nicht weiss, ob das jetzt wirklich vorteilhaft ist oder nicht:

- Seilschlinge lässt sich einfacher aufziehen als die Bandschlinge, gibt aber auch weniger Friktion.
- Seil verhakt sich weniger an Unebenheiten am Baum, hat zudem die Trennung von Mantel und Kern, im Gegenzug aber dafür "Seil auf Seil" in der Würgeschlinge (Warum habe ich da bei Bandschlingen keine Bauchschmerzen?)
- Grigri wandert (wg. Feder) bei jedem Entlasten nach unten und muss nachgezogen werden, erlaubt jedoch nach "Fixieren" der oberen Schlinge nochmal maximal dichtzuholen, als Gewinn von rund 10-20cm pro Hub. Die Wanderbewegung "Seilverlust" kann hier also als sehr praktisch angesehen werden.
- Beim Belasten der Fußschlinge: Abdrücken ("ausgestreckter Hintern") im Gegensatz zum "Eindrehen mit gespreizten Knieen mit Bauch am Baum" erleichtert das Abziehen der oberen Schlinge, erscheint mir aber als eine Form von kraftschindenem Tothub.

Hat das von Euch schonmal einer ausprobiert?
(Ich werd's natürlich auch mal versuchen, aber eine Vorab-Einschätzung wäre mir schon ganz recht...)

P.S. Ich habe bei so einem Aufstieg gern noch ein Verbindung vom Gurt zur unteren Trittschlinge dabei, damit -falls mal an der oberen was schiefgehen sollte- zumindest kein Totalabsturz passiert. Vom Sturzfaktor natürlich ungünstig, selbst mit den 20(?)cm Bremsweg aus dem Asap-Sorber.
Außerdem natürlich immer noch eine Reserve-Bandschlinge am Gurt, denn es gibt viele Logs bei denen von "Rettungsaktion" zu lesen ist, bei denen beim Abstieg die obere die untere Schlinge "überholt" hat und dann alles so festsaß, dass es ohne Entlastung nicht zu entwirren war.

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BeitragVerfasst: Di 13. Okt 2009, 13:55 
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Geowizard
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ich sehe einen großen vorteil beim wieder runterkommen. dann ist das seil nämlich schon fertig verlegt. und sollte sich die schlinge dann von unten nicht vom baum lösen, kann man auch schnell am seil wieder rauf...

dafür seh ich auch einen nachteil: also meine schlingen sehen nach so ner aktion immer aus wie sau. aber naja, ist ja nur ne schlinge. will ich das meinem teuren seil antun?

ich probier das auch mal aus bei gelegenheit.

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BeitragVerfasst: Di 13. Okt 2009, 14:11 
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Geoguru
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de_Bade hat geschrieben:
dafür seh ich auch einen nachteil: also meine schlingen sehen nach so ner aktion immer aus wie sau. aber naja, ist ja nur ne schlinge. will ich das meinem teuren seil antun?

Ich habe da ein mal viel zu kurz gekauftes Seil (15m), welches ich jetzt so nach und nach für Bastelversuche "verbrauche". Habe ich immer ein 3m-Stück von dabei...
BTW: Davon würde ich ein Stück am Ende einer (straffen) Seilbahn verbauen, um -falls sich der Halbautomat nicht lösen lassen sollte- kostenarm schneiden zu können.

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BeitragVerfasst: Di 13. Okt 2009, 14:32 
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Geomaster
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Seilbahn, lösen, abschneiden?
Ich glaub du bist im falschen Thread, oder? ;)


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BeitragVerfasst: Di 13. Okt 2009, 14:37 
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Geoguru
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bazzanowitz hat geschrieben:
Seilbahn, lösen, abschneiden?
Ich glaub du bist im falschen Thread, oder? ;)

Klar... war ja nur eine Anmerkung, was man mit so einem Seilstück noch so anstellen kann... denn im Gegensatz zu einer Bandschlinge (die man nicht knoten darf) ist es ja hinterher noch brauchbar, wenn auch kürzer...

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BeitragVerfasst: Di 13. Okt 2009, 14:50 
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Geomaster

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Eine Bandschlinge darf man nicht knoten ? Höh ? Auf was sprichst du an ?

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BeitragVerfasst: Di 13. Okt 2009, 14:56 
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Geomaster
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Eine Bandschlinge darf man schon knoten, aber der Knoten geht meist blöd wieder auf wenn man die voll belastet hat.

Oder jha meint, dass bei Dyneema-Bandschlingen sich knoten lösen können bzw. die Bruchlast durch Knoten bei diesem Material um 70% reduzieren kann.

"Dürfen" ist ja immer relativ


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BeitragVerfasst: Di 13. Okt 2009, 15:04 
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Geomaster

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Das sind doch mal Hintergrundinfos - danke !

Das einzige was ich weiß, ist dass man Dyneema nicht knoten 'darf' da diese wenig Reibung besitzen, und deshalb nur spezielle Knoten auch sicher halten. Deshalb gibt es normales Schlingenmaterial auch einzeln von der Rolle, Dyneema (und Kevlar/Aramid) nur direkt vernäht.

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BeitragVerfasst: Di 13. Okt 2009, 15:08 
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Geowizard
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-jha- hat geschrieben:
Ich habe da ein mal viel zu kurz gekauftes Seil (15m), welches ich jetzt so nach und nach für Bastelversuche "verbrauche". Habe ich immer ein 3m-Stück von dabei...

ist halt doof, wenn du dich an einem 3m seil abseilen willst...

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BeitragVerfasst: Di 13. Okt 2009, 15:09 
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Geoguru
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Die Schatzjäger hat geschrieben:
Eine Bandschlinge darf man nicht knoten ? Höh ? Auf was sprichst du an ?

Dass allgemein dringend abgeraten wird, Bandschlingen (auch solche aus Nicht-Dyneema) selbst zu knoten.
Natürlich kann man Knoten hineinmachen zum Zwecke der Verkürzung. Aber als "Lastverbindung" würde ich da mein Leben nicht dranhängen.
Siehe auch
http://www.joergbrutscher.homepage.t-on ... entest.htm

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