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 Betreff des Beitrags: Befestigung des Seiles
BeitragVerfasst: Do 12. Nov 2009, 22:18 
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Geowizard
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Ich les gerade mit Eraschrecken in der Beschreibung einer Bandschlinge den Satz: "Darf nicht in sich selbst zurückgeführt werden, da das zu einer erheblichen Verringerung der Bruchlast führen kann."
Wie befestigt Ihr Euer Seil am Baum? Beide Enden der Seilschlinge in den Karabiner? Oder ganz anders?
Grüße
coro

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 Betreff des Beitrags: Re: Befestigung des Seiles
BeitragVerfasst: Do 12. Nov 2009, 22:46 
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Geowizard
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Achterknoten, Seil um den Baum / Ast und zurückknüpfen. Dann noch mit nem Knoten hintersichern.


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Dateikommentar: Die Stohllehne sei hier mal der Ast bzw. Baumstamm.
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Vielleicht sind wir doch blinder, als wir auf den ersten Blick sehen können.
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 Betreff des Beitrags: Re: Befestigung des Seiles
BeitragVerfasst: Fr 13. Nov 2009, 02:59 
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Geowizard
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Schöne Lösung, aber den "Sicherungsknoten" kannste dir beim Achter sparen. Bei einem Sicherungsschlag geht es darum, dass ein sich lockernder Knoten sich nicht komplett auflöst. Beim doppelten Bulin kann das u.U. passieren. Der Achter ist so fest, erst recht nach Belastung, dass dieses Szenario IMO ausgeschlossen werden kann.

Bei einer meiner Fortbildungen war das Seilende vom Achter beim Einbinden zu lang, ich wollte es mit nem "Sicherungsschlag" kürzen. Kommentar meines Ausbilders: entweder der Knoten passt, oder man macht ihn neu.


Was die Bandschlinge angeht würde mich interessieren was es für eine ist.
PA oder PE?
Schlauch oder Band?
Nutzlänge, Breite, Hersteller


keep caching, Zai-Ba

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Abenteuer ist eine von der richtigen Seite betrachtete Strapaze.
Gilbert Keith Chesterton (1874-1936)


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 Betreff des Beitrags: Re: Befestigung des Seiles
BeitragVerfasst: Fr 13. Nov 2009, 09:52 
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Geomaster
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coronar hat geschrieben:
Ich les gerade mit Eraschrecken in der Beschreibung einer Bandschlinge den Satz: "Darf nicht in sich selbst zurückgeführt werden, da das zu einer erheblichen Verringerung der Bruchlast führen kann."


Laut Petzl Katalog führt das (an einem rundem Befestigungspunkt) zu einer Verringerung von 2x22 kn auf 16 kn. An eckigen Gegenständen wie Metallträgern kann dieser Wert im ungünstigen Falle sogar bis auf 8 kn hinunter gehen.

Gruß Roman

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 Betreff des Beitrags: Re: Befestigung des Seiles
BeitragVerfasst: Fr 13. Nov 2009, 10:01 
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Stimmt, die Lösung ist gut.
Beil Ederid Superstatic 9mm (das benutze ich) trägt der 8er-Knoten 15 kN lt. Herstellerangabe. Das Seil selber liegt bei 22 oder 23kN. Also bei statischer Last in etwa 1,5 Tonnen. Ich denke aber, dass es bei einem gebrauchten Seil eher mehr wird, da der Mantel rauher wird.
Die Bandschlinge, bei der ich das gelesen habe ist diese hier
http://www.heightec.de/equipment/anschlagpunkte/transportable-anschlagpunkte/seilschlinge-nylon-25-mm-x-120-cm.html
Ich benutze sie nicht, habe diesen Einwand vorher auch noch nirgends gelesen und kann ihn mir auch nicht wirklich erklären. Wobei ein doppeltes Einhaken in den haltenden Karabiner die Kräfte auf die Bandschlinge auf etwa 2/3 verringert gegenüber der in sich selbst zurückgeführten Lösung. Aber eine erhebliche Verringerung der Bruchlast sehe ich erst einmal nicht. Aber vielleicht denke ich nciht weit genug...
Grüße
coro

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 Betreff des Beitrags: Re: Befestigung des Seiles
BeitragVerfasst: Fr 13. Nov 2009, 10:07 
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Rokop hat geschrieben:
Laut Petzl Katalog führt das (an einem rundem Befestigungspunkt) zu einer Verringerung von 2x22 kn auf 16 kn. An eckigen Gegenständen wie Metallträgern kann dieser Wert im ungünstigen Falle sogar bis auf 8 kn hinunter gehen.

Dasss an Ecken die Bruchlast deutlich zurückgeht kann ich nachvollziehen. Aber das ist doch nicht primär das Problem des "in sich selbst"-Zurückführens, oder? Das Problem hab ich doch immer, wenn ich ein Seil oder eine Bandschlinge um eine Ecke lege???
Grüße
coro

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 Betreff des Beitrags: Re: Befestigung des Seiles
BeitragVerfasst: Fr 13. Nov 2009, 12:10 
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Geomaster
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Das ist aber nun nichts Neues. Die Bruchlast hängt immer davon ab wie ich das Anschlagmittel nutze. der angegebene Wert bezieht sich auf den direkten Anschlag. Lege ich z.B. die Schlaufe einfach um den runden Baum verdoppelt sich der Wert. Die Anschlagart geschnürt (um verrutschen zu verhindern) reduziert die Tragkraft da nur noch eine Länge greift aber eine Querbelastung dazu kommt.

Solche Tabellen die die Tragkraft je nach Anschlag darstellen solltest du an jedem Kran finden. Als Beispiel hier mal eine Tabelle für Stahlseile.

http://www.bgbau-medien.de/bausteine/T_3/T_3.pdf

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 Betreff des Beitrags: Re: Befestigung des Seiles
BeitragVerfasst: Fr 13. Nov 2009, 13:49 
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Geomaster
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also ich hab ja nun auch div. bandschlingen. bei meinen beipackzetteln steht nichts davon, dass man bandschlingen nicht ineinander stecken sollte beim anschlagen.
ansonsten sind div. sicherheitshinweise vorhanden. im beipackzettel steht aber auch:
Zitat:
Die Gebrauchsanweisung zeigt verschiedene Anwendungen der Schlingen; nur die angezeigten und nicht durchgekreuzten Verwendungen sind erlaubt. Jede andere Anwendung ist verboten: Lebensgefahr...


Da nur 3 Beispiele aufgeführt sind und man sicher kein 697 Seiten starkes Handbuch für ne Bandschlinge druckt wird das mit Sicherheit nur ein Haftungsausschluss sein, da man eh nicht jeden Anwendungsfall auflisten kann, auch wenn diese sicher sind...

coronar hat geschrieben:
Stimmt, die Lösung ist gut.
Beil Ederid Superstatic 9mm (das benutze ich) trägt der 8er-Knoten 15 kN lt. Herstellerangabe. Das Seil selber liegt bei 22 oder 23kN. Also bei statischer Last in etwa 1,5 Tonnen. Ich denke aber, dass es bei einem gebrauchten Seil eher mehr wird, da der Mantel rauher wird.


was hat das mit der bruchlast zu tun? wenn sich die oberfläche aufraut baut sich hierdurch ggf. mehr reibung auf, aber eine höhere bruchlast sicher nicht.
im gegenteil, mit zunehmender "beschädigung" des mantels (aufrauhen) sollte die bruchlast abnehmen... wie weit das wirklich ins gewicht fällt vermag ich nicht beurteilen...

coronar hat geschrieben:


seh ich das richtig, dass es ein anschlagmittel für lasten ist und keine zulassung für den bergsport? von daher denk ich nicht mal drüber nach ob man genau diese schlinge ineinander führen darf oder nicht.

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 Betreff des Beitrags: Re: Befestigung des Seiles
BeitragVerfasst: Fr 13. Nov 2009, 15:15 
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Geowizard
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Ma 'ne doofe Frage: was bedeutet "ineinander führen"? :ops: :D

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 Betreff des Beitrags: Re: Befestigung des Seiles
BeitragVerfasst: Fr 13. Nov 2009, 15:48 
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Geomaster
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Wohnort: Rostock
Aceacin hat geschrieben:
Ma 'ne doofe Frage: was bedeutet "ineinander führen"? :ops: :D


Ich denke mal, die meinen einen Ankerstich oder ähnliche Anwendungen.
Bei kleinen Anschlagradien (Eisenrohr) gibt es dann sicher unvorteilhafte Belastungen auf die Schlinge, die die Bruchlast deutlich vermindern. Aber verboten ist es nicht, man muss nur wissen, was man tut.
Und als PSA ist die wohl auch zugelassen (steht da irgendwie so im Text). Leider sind keine Normen angegeben (jedenfalls nicht offensichtlich und zum suchen hatte ich keine Lust).

Gilt aber für jede Schlinge und für jedes Seil in analoger Form.
Jeder Knoten, jede Beugung und punktueller Druck vermindern die Bruchlast gegenüber geradliniger Belastung.

Deswegen sind Kambiumschoner zumeist aus breiterem und doppelt vernähtem Bandmaterial hergestellt.
Bei Bandschlingen muss man außerdem aufpassen, dass man die Nahtstelle nicht verkehrt belastet (z.B. Kerbwirkung auf die Naht bzw. zwischen die beiden Bandschlingen enden, die dann die Naht aufdrücken/verletzen könnten).

cu Tom ;)

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