Hallo (, hier kommt eine umfangreiche Antwort).
JR849 hat geschrieben:
Wow, ein ziemlich langes Statement für so eine "kleine Sache"!
Nunja, manches könnte man (ich) auch kürzer schreiben, doch meine bisherige (Foren)Erfahrung zeigt, dass dann mit unter Mißverständnisse beim Leser aufkommen. Dann schreib ich lieber umfänglicher.
Und so klein finde ich die Sache nicht, schließlich schaut man an mancher (behördlicher) Stelle auf das (denen eher unliebsame) Hobby Geocaching. Der Schriftverkehr bzw. Anrufe (u.a. Anzeigenandrohungen, Abmahnungen mit Unterlassungsverpflichtungserklärung, Anrufe durch Polizeien, Naturschutzbehörden oder genervte Grunsdtückseigner) die bei uns in der Geschäftsstelle auflaufen, zeugen nun mal davon. Ich lade Dich gern ein, diese entgegenzunehmen und zu bearbeiten.
JR849 hat geschrieben:
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DWJ_Bund hat geschrieben:
Brecht ggf. die Suche ab, wenn vom Owner vehement gegen Gesetze oder Richtlinien verstoßen wird und loggt das auch. DAS würde dem Hobby wirklich helfen und der „Gegenseite“ so manches Argument rauben!
Und auf die Punkte verzichten? So manchen Statistiker höre ich hier "Gehts noch?" schreien.
Deswegen schrieb ich:
DWJ_Bund hat geschrieben:
Die Selbstkontrolle der geocachenden Naturnutzer könnte schnell und effizient ebenjene „schwarze Schafe“ outen (wenn denn der Wille eines jeden einzelnen dazu da ist), um ein sauberes Hobby voranzubringen. Brecht ggf. die Suche ab, wenn vom Owner vehement gegen Gesetze oder Richtlinien verstoßen wird und loggt das auch. DAS würde dem Hobby wirklich helfen und der „Gegenseite“ so manches Argument rauben!
Ich kenne selber das Gefühl, kurz vor dem Ziel und dem Erreichen der Statistikpunkte festzustellen, dass man abbrechen und auf die Punkte verzichten muss. Wobei: Ehrlicherweise muss ich dazu sagen, dass ich persönlich nicht so wirklich auf die Statistikpunkte aus bin, aber dennoch entäuscht bin, nicht den Schatz heben zu können.
Aber bsp. 30 Meter im NSG ins Unterholz zu laufen und einen Verstoß zu begehen, muss ich nicht haben. Und liegt es bei jedem selbst, wie er/sie sich verhalten möchte. Nur beschwert Euch dann nicht, wenn andere Gruppen (hier z.B. die NSG-Verantwortlichen) Alarm schlagen...
JR849 hat geschrieben:
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DWJ_Bund hat geschrieben:
Der ADAC (ein automobiler Verband) inseriert und plakatiert auch jedes Jahr vor Einschulung der ABC-Schützen, das langsam und rücksichtsvoll gefahren werden soll, obwohl das allgemein hin wirklich jedem Autofahrer bekannt sein sollte. Ist der ADAC dafür „zuständig“?
Die Plakate hängen überall, sprich, es erreicht beinahe jeden Autofahrer (mal abgesehen davon dass eine große Zahl der Bevölkerung Auto fährt).
Hängt einfach in die Nähe jeden Caches ein großes Schild und man kann sichergehen, dass es jeder Cacher sieht und damit auch mehr erreicht wird. Ein Positionspapier, irgendwo in der rauchigen Kammer zusammengeschrieben, von Garmin der Stempel draufgehauen und dank den Medien noch ausgeschlachtet, irgendwie nicht die feine Art den Cachern zu sagen, dass sie sich besser verhalten sollen.
Du schreibst (für mich klingt das etwas verhöhnend), man möge Plakate in die Nähe der Caches hängen. Ich nannte Plakate und inserieren (bzw. gibt es auch Pressemitteilungen). Also wird über die Medien in fast jedem Jahr auf das Thema Zwecks (erneuter) Sensibilisierung hingewiesen.
Es wird auch nicht in rauchigen Kammern etwas entworfen. Seit mehreren Jahren wird in Naturschutzkreisen über Geocaching und dessen Auswirkungen gesprochen. In Fachzeitschriften und Internetseiten von Jagd, Forst, Naturschutz, Interessenverbänden wird (mehr oder weniger gut) über Geocaching geschrieben und diskutiert. So diskutieren u.a. auch unsere bundesweit verteilt tätigen Naturschutzwarte der Wandervereine über Chancen und Risiken.
Wir als DWJ arbeiten u.a. mit dem WWF (Ostseebüro) zusammen, um im Bereich "Küste" ebenfalls die Sensibilisierung hinsichtlich Naturschutz (im besonderen von Jugendlichen) voranzutreiben.
Übrigens JR849: Bitte prüf nochmal den Hinweis auf die gezielte Herausgabe an die Presse. (Das war die PM vom August 2009 als Reaktion auf das Medienecho wg. des Cacherevents mit der Höhlenrettung BaWü).
JR849 hat geschrieben:
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Ihr wollt Cacher ansprechen? Dann sind die Foren, Blogs und der direkte Kontakt, beispielsweise auf Mega-Events, die bessere Lösung. ...
Nun, das tun wir seit Jahren über (hochfrequentierte) Geocaching.de (Naturschutzhinweise), bzw. hier allein im Geoclub kannst Du die Statements per Forensuche selbst recherchieren. In den Wandervereinen vor Ort werden bei Geocaching-Aktionen intensiv auf die Naturschutzbelange hingewiesen. Auf Mega-Events auszustellen fehlt uns leider das nötige Geld, wir würden liebend gern auch manche Jugendmesse als Aussteller bedienen, doch das ist mit unserem Budget leider nur arg begrenzt machbar.
Nicht an die große Glocke hänge ich (bisher), dass im Hintergrund so manche Vermittlung (auch) bei Naturschutzproblemen zwischen Owner und Beschwerdeführer stattfindet. Anscheinend muss ich es doch öffentlich mal kundtun...
JR849 hat geschrieben:
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DWJ_Bund hat geschrieben:
...Geocaching ist gewachsen. Je mehr Geocacher, desto mehr „schwarze Schafe“ gibt es dann auch in diesem Hobby. ...
...Schaden kann diese Strategie doch wohl keinem, oder sehe ich das falsch?...
Kann ich da einen Widerspruch erkennen?
Bitte führe meine Aussagen nicht aus dem Zusammenhang gerissen an. Es sind zwei Aussagen aus unterschiedlichen Textbereichen.
Fakt ist: Geocaching ist gewachsen.
Meine These ist: Ein konstruktiv geführter Dialog (auf allen Ebenen wie beschrieben) ist allemal zielführender und sinnvoller, als "nicht reagieren" oder "weiter so" oder "Verweigerungshaltung".
JR849 hat geschrieben:
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Warum wurde dieses Positionspapier überhaupt "mit Garmin erstellt"? Braucht man für sowas einen Sponsor oder soll der Name in irgendeiner Weise die Cacher beeinflussen? Beim Positionspapier Schulwandern ging es doch auch ohne irgendwelche Firmen mit einzubeziehen, oder wollte Scout oder Herlitz nicht mitziehen?
Der Inhalt des Papiers ist nicht zu bemängeln, eigentlich ist es mehr die Art und Weise wie man hier die Cacher anspricht, wieder einmal alle Cacher über einen Kamm schert, keinen Cacher um seine Meinung gefragt hat und eigentlich nur Werbung für Garmin, die Wanderjugend und Geocaching gemacht hat.

Top Job, ganz toll gemacht!
Nun, für Garmin ist es sicherlich wichtig, dass das schöne Hobby Geocaching von den Geocachern vernünftig und gesetzeskonform praktiziert wird. Die "Erfindung" der Freizeitbeschäftigung Geocaching hat Navigationsgeräteherstellern schließlich ein Marktsegment geschaffen. Kein Unternehmen möchte gern weniger Absatz haben.
Mal angenommen, wenn morgen am Tag eine total restriktive Gesetzgebung aufgrund negativer (Entscheider)Meinung über Geocaching das Geocaching unmöglich machen würde, würden zigtausende Geocacher kaum noch GPS-Geräte mehr benötigen.
Auf der einen Seite freut mich, JR849, dass inhaltlich das Papier nicht zu bemängeln ist. Wir (DWV/DWJ/Garmin) wissen, dass der Großteil der Geocacher vernünftig und sensibel handelt. Aber eben nicht alle. Und je mehr Geocacher es insgesamt gibt, umso mehr müssen Uninformierte und Unsensible Geocacher informiert und sensibilisiert werden, damit es eben nicht mehr Konflikte gibt. Das dient letztlich allen Beteiligten, oder sehe ich das falsch?
Zum Schulwandernpapier: Seit 50 (!) Jahren weisen Wanderverband und Wanderjugend auf die Bedeutung von Schulwandern hin. In den zurückliegenden Jahren wurde schon so mancher Kanal genutzt und mancher Kooperationspartner eingebunden. Diese zu begeistern ist in Zeiten knapper Marketingbudgets nicht leicht. Aber wenn Du einen guten Draht zu Scout oder Herlitz haben solltest, bitte hilf uns dabei...
Zu
Starglider hat geschrieben:
Ich messe Leute an ihren Taten und was sie mit denen erreichen, nicht an dem was sie behaupten erreichen zu wollen .
Und ich warte noch auf den Tag wo das was Jörg Bertram tut mit dem übereinstimmt was er behauptet zu beabsichtigen wo doch jede Aktion die publik wird das bewirkt was was er ja angeblich überhaupt nicht beabsichtigt. So ungeschickt kann eigentlich keiner sein.
Wenn der Wanderverband wirklich Geocacher hätte ansprechen wollen dann wäre der einzige zielführende und effektive Weg eine Kooperation mit Groundspeak gewesen um die Mitglieder von geocaching.com und opencaching.de direkt anzumailen.
Starglider, bitte konkretisiere Deine Aussage, damit ich sie konkret beantworten kann (Dein 2. Absatz).
Meine Antwort allgemein: Durch totschweigen wird sich die Situation nicht bessern.
Kooperation Groundspeak: Hm, je nachdem, wie sich das Hobby Geocaching weiterentwickelt (und ich persönlich hätte nicht mit einer solchen Rasanz gerechnet), kann das in der Tat eine Option sein, um den Naturschutz voranzubringen. Kontakte zu Groundspeak bestehen, daran soll es nicht liegen.
Zu
KoenigDickBauch hat geschrieben:
Starglider hat geschrieben:
Wenn der Wanderverband ...
Du bringst es für mich auf den Punkt und ich möchte das mit meinen Worten kurz erklären.
Der eingeschlagene Weg auf Geocachern Einfluss zu nehmen war/ist zum scheitern verurteilt und das aus mehreren Gründen.
1) Ihr habt die bisherige Diskussion nicht weiter geführt, sondern seit
petzen gegangen.
2) Ihr habt euer positives Image an eine Firma verkauft.
3) Ihr habt in dem Dokument bestehende Gesetzte so dargestellt und aufgeführt, als würden
die Geocacher sie nicht beherzigen.
...
Zu 1: Dialog: Mit wem konkret (bitte genau benennen)? Die größte Wahrscheinlichkeit, viele (forenaffine) Geocacher zu erreichen, ist m.W. der Geoclub. Und da haben wir (neben der Infoseite Geocaching.de) informiert und ich habe auch diskutiert (und verbale Prügel bezogen, hab aber ein dickes Fell

).
Zu 2: Wir (DWV/DWJ) halten hinsichtlich Naturschutzsensibilisierung eine Zusammenarbeit mit dem Gerätemarktführer im Bereich der Geocacher für sinnvoll. Da gibt es nämlich Informationskanäle hin zu den (Neu)Geocachern z.B. über Publikationen von Garmin und deren Fachhandel. Genau dann erreicht man z.B. die Neueinsteiger und versorgt sie mit sinnvollen Informationen, damit sie nicht möglicherweise die immer gleichen Anfängerfehler machen.
Zu 3: Hm, offensichtlich persönliche Auffassungsache. Da steht z.B.
Zitat:
Das empfohlene Verhalten gilt als Hinweis für alle verantwortungsvollen Geocacher, die wir
zu einem Naturerlebnis im Einklang mit den Belangen des Naturschutzes ermuntern möchten.
Mit unseren Empfehlungen und Hinweisen möchten wir möglichst so viel Geocacher wie
möglich erreichen und sie motivieren, uns bei einem nachhaltigen Umgang mit der Natur zu
unterstützen.
Wie hättest Du es denn formuliert? Lass mal hören!
Auftritt auf Events: Wenn wir die personellen (ehrenamtlich als auch hauptamtlich) und finanziellen Ressourcen hätten, würden wir gewiß den direkten Kontakt suchen. Auch über Events. Denn da hast Du Recht, die persönliche Ansprache kann in solchen Fällen am meisten überzeugen.
Ich komme zum Schluss, könnte aber glatt noch mehr schreiben.
Ich halte fest: Inhalt des Papiers ist ok, aber Informationsweg in manchen Augen nicht ok?
Ok, dann last uns gemeinsam nach Methoden und Wegen suchen und sie praktizieren, damit es weniger Probleme gibt.
Herzliche Grüße
Jörg