Ich glaube, du hast das Problem nicht verstanden mit dem OSM-XML. Die Konsistenz ist nicht das Hauptproblem, schon klar. Karten kann man daraus auch entwickeln, ist mir und anderen ja auch gelungen.
Es geht nur darum, dass ein ziemlich dummes Format für den Export verwendet wird, was gar nicht nötig wäre. Die Daten bei OSM stecken in einer Datenbank.
Im OSM-XML werden erst alle Nodes mit Koordinaten gelistet, dann alle Wege ohne Koordinaten mit Node-IDs, und dann alle Relationen ebenfalls nur mit IDs.
Man muss also alle Nodes und Wege gelesen und Zugriff darauf haben, um überhaupt erstmal anfangen zu können. Lesen ist nicht das Problem, die Daten von europe.osm habe ich vorformatiert nach knapp 5 Stunden auf der Festplatte ausgehend von den 22GB xml. Aber das Zusammensetzen dauert dann ewig wegen der Festplattenzugriffe.
Wenn XML so ideal wäre, wäre das Binärformat für OSM nicht geschaffen worden. Schade nur, dass sich die meisten User mit den hübschen, aber beim Überfahren mit der Maus nichtssagenden Tiles zufrieden geben.
Die aus OSM entwickelten Garmin Karten sind auch ziemlich durchwachesen. In 2 von 3 Garmin Images aus unterschiedlichen Quellen ist z.B. die Seine "weiss mit Rand", weil der Tag have_riverbank=yes nicht ausgewertet wurde und viele in OSM eingetragene Typen fehlen komplett.
Bei Magellan kommt als Problem hinzu, dass keine transparenten Polygone möglich sind zum Ausfüllen nicht vorhandener Datenbereiche. Man braucht also einen rechteckigen Ausschnitt aus den OSM Daten die leider nicht erhältlich sind. Mir bleibt also gar nichts anderes überig, als europe.osm zu zersägen. Im Falle Frankreich geht das Rechteck nämlich durch einige weitere Länder. Ausserdem muss man aus demselben Grund Meerespolygone anfertigen, die sind zwar auf den Tiles gerendert, aber nirgends im XML zu finden

Also nochmal die Frage:
Gibt es irgendwo OSM Daten im Binärformat? Oder gibt es eine Möglichkeit, Daten bei OSM direkt aus deren Datenbank zu lesen?
Gruss, Titus