Geocaching & GPS location based games

Thema anzeigen - Großgruppenkindercachen ohne Geocätching


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BeitragVerfasst: Mi 16. Feb 2011, 14:15 
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Geowizard
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Wer meine letzten Beiträge gelesen hat, weiß, daß ich Kindergruppencachen gegenüber Vorbehalte habe. Ihr könnt Euch also die üblichen Kommentare sparen. Popcorn muß in der Tüte bleiben, denn dieser Fred wird dann wohl auch nicht so amüsant - leider.

Ich hätte gern eine Sammlung von konstruktiven Tipps, auf die man die offenbar hier häufiger auftretenden Anfragen verweisen könnte. Nicht zuletzt, weil ich für meine drei Kinder auch immer wieder Kindergeburtstage organisieren muß. Wir wohnen leider nicht im Wald, so daß "Geländespiele" hier besondere Anforderungen haben.
Als die Kinder noch jünger waren habe ich sie mit Karten und Funkgeräten ausgestattet und Aufgaben lösen lassen, die man auch ohne Lesen schafft, damit ich nicht dabei sein mußte und trotzdem wußte wo sie stecken.
Letzten Sommer gabs ne Art Nachtwanderung in einer Grünanlage mit Leuchtstäben, leuchtendem aufgehängtem Skelett und 50 leuchtenden Spinnen im Gras (wir konnten sie einfach nicht mehr alle wiederfinden...).

Mein Anliegen ist zweiteilig. Einerseits freue ich mich über Tipps - gern auch mit Einsatz moderner Technik, weil das so cool ist. Andererseits müßte man mal einen zusammenhängenden Text erstellen, der alle Hinweise und Bedenken enthält, wenn sich jemand Neues für Geocaching und Kindergruppen hier meldet. Ich weiß nicht, wo so etwas hinterlegt werden muß, damit Neue es schnell finden.
Es braucht keine pure Ablehnung oder sonstwie emotional geladen sein, sondern einfach nur die ganz praktischen Hinweise, welche Probleme auftauchen, wenn größere Kindergruppen cachen (viele GPS-Geräte, Kosten und Bedienung, Dosen dafür legen, Schwierigkeitsgrad...) und welche ersten Schritte jemand unternehmen könnte, um sich selbst ersteinmal ein Bild machen zu können, ob Geocaching für sein Anliegen das richtige wäre (Liste von einschlägigen Internetseiten auf denen erklärt wird, daß es sich um eine technisch unterstützte Schnitzeljagd handelt usw., mal mitcachen gehen, Eventbesuch...).

Wenn es so etwas schon gibt, würde ich mich freuen, falls nicht könnte es hilfreich sein und manche Nerverei ersparen. Ich weiß, daß könnte ein empfindlicher Verlust im Unterhaltungsangebot werden, aber es würde den gesellschaftlichen Zusammenhalt und Geocaching ganz im Allgemeinen vielleicht verbessern.
Es grüßt, heute mal ganz die Sozialpädagogin: Mama Muh

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BeitragVerfasst: Mi 16. Feb 2011, 14:55 
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Geoguru
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Kindergeburtstage waren bei uns schon lange vor Cachingzeiten Multis, wie ich hinterher feststellen konnte.
Ich nannte es nur Schatzsuche.

Ziel war es bei den Kleineren (4-8Jahre) bunte Fäden im Garten (okay, das waren 10.000m²) zu finden, die Zettel mit Nummern hatten. Es galt, alle Nummern möglichst in der Reihenfolge zu finden, am Ende lag in einem der Schuppen eine Kiste mit Süßigkeiten.


Später dann hatte ich diese Behälter von Brauselippenstiften. Brause entfernt, Behälter mit Aufgabenzettel bestückt.
Aufgaben waren dann altersgerechte MultipleChoice Sachen wie:
Welcher Frühlingsblüher hat keine weiße Glöckchen?

a) Schneeglöckchen
b) Märzenbecher
c) Krokus

A: gehe zur Pergola
B: gehe zum blauen Glastropfenkunstwerk
C: gehe zum Hühnerstall


Und was mir halt sonst noch so alles für die Drittklässler einfiel...
Am Ende führte das zu manchem Umweg, ist schon schwierig, wenn man die Aufgaben nicht ordentlich durchliest, und statt keine weißen Glöckchen dort kleine weiße Glöckchen liest.

Die Süßigkeitenkiste lag dann im Holzstapel. Dumm nur, daß mein Bruder sie vor den Kindern gefunden hatte und als zu leicht versteckt befunden hatte und sie ganz weit oben gut getarnt hat.
:motz: :lachtot:


Ein anderes Jahr hatten wir ein riesiges Sonnenblumenfeld. (Ich geb ja zu, Kindergeburtstage sind einfacher, wenn man genügend Land drumherum hat...)
In dieses Feld hatten mein Bruder und unser Gärtner unter viel Spaß einen Irrgarten erster Güte gefahren, Schmalspurschlepper machen tolle Wege....
Für jedes Kind hatte ich 20 Namensettiketten geschrieben. Aufgabe war, alle 20 einzusammeln.
Ich sah sie nur, wenn sie zum Atemholen und was Trinken mal kurz im Garten am Tisch Station machten, dann waren sie alle wieder zwischen den Sonnenblumen....
:D


Lange Rede, kurzer Sinn:

Wer Kinder bespaßen will, muß sich selber was ausdenken. Hat immer schon so funktioniert, als wir Kinder waren, gab es auch kein Geocaching, keine großartige Technik und so.
Jugendgruppenleiter, die dazu zu faul sind, haben meiner Meinung nach ihren Job verfehlt.

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BeitragVerfasst: Mi 16. Feb 2011, 15:54 
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Geowizard
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Registriert: Mi 30. Jun 2010, 10:13
Beiträge: 1004
Wo ich immer Tipps für Geländespiele herhole fürs Zeltlager oder Gruppenstunden ist die Seite http://www.praxis-jugendarbeit.de/. Aber die wird dir wahrscheinlich bekannt sein. Sonst überlegen wir imemr viel, Meistens suchen wir erst ein Thema aus und dann wandeln wir es um. Heuer gibts einen Multi, allerdings nur für die Kinder am Zeltlager. Allerdings wird es mehr mit ner Letterbox und Gerät brauchen sie nur an einer Station.


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BeitragVerfasst: Mi 16. Feb 2011, 16:48 
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Geomaster
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Registriert: Do 20. Jan 2011, 19:01
Beiträge: 991
Wohnort: Bottrop
Auch wir betreiben mit unseren Kindern von der Kirche "Geocaching ohne Technik"

Wir sind jedes Jahr im Zeltlager über Pfingsten mitten im Wald.
Dort hat es angefangen mit dem "Nachtspiel" Die Kinder mussten Laut einer Schatzkarte insgesamt 4 Personen im Wald finden die mit diesen kleine Spiele gespielt haben.
Immer wenn sie es geschafft haben, dann bekamen sie einen Hinweis.
Auf den Wegen dorthin lagen regelmäßig Briefumschläge, in denen weitere Hinweise waren.

Am Ende haben sich alle wieder im Zeltlager eingefunden und ihre Hinweise ausgewertet.

Auf den Hinweiszetteln standen jeweils eine Nummer und ein kleiner Text.
Z.B. Es ist klein, blau und trägt meistens etwas weisses auf dem Haupt!
Die Antwort: Ein Schlumpf.
Wer von den 20 Hinweisen alle gefunden hat, der schreibt sich die Antworten untereinander und die Anfangsbuchstaben ergeben ein Lösungswort.
Mit diesem Lösungswort war es dann ein leichtes den Schatz zu finden.

Gespielt wurde mit 3 Gruppen, deren Umschläge jeweils eine andere Farbe hatten.
Wer so als erster am Schatz war, konnte sich das schönste raussuchen.


Nachdem wir selber genug Erfahrungen im Bereich Geocaching gesammelt haben, kam auch das Geocaching ist Spiel.
Vom Prinzip her genau das selbe.
Eine Reflektorstrecke führt die Kids durch den Wald, an den Stationen finden sie kleine Rätsel und Hinweise.
Wenn diese gelöst sind geht es weiter und an der letzten Station wird so erarbeitet wo das Final liegt.
Ganz leicht abgeändert und mit Koordinaten versehen wurde dieser Cache dann zu "der Mann mit dem Blutigen Daumen" der auf gc.com gelistet wurde.

Also wie man sieht:
Es geht auch ohne Technik.
Man muss sich nur was einfallen lassen.
Wobei es mittlerweile ja genügend Anleitungen im Internet gibt!

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BeitragVerfasst: Mi 16. Feb 2011, 16:57 
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Geowizard

Registriert: Mo 21. Jun 2010, 14:52
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Auch wenn ich direkt nichts beitragen kann: Ich bin begeistert, was für Mühe Ihr Euch alle macht, in meiner ganzen Kindheit hatte ich eine misslungene Geburtstagsschnitzeljagd, bei der der große Bruder vom Geburtstagskind vorgelaufen ist und alles gelöst hat sowie auf einer Klassenreise eine kurze Schatzsuche, bei der wir eine Kiste am Strand verbuddelt fanden. Ansonsten absolutes "Standardprogramm".

Bei den Ideen wäre ich gerne wieder Kind. OK, ein wenig lebe ich das beim Cachen aus. :)

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BeitragVerfasst: Mi 16. Feb 2011, 19:44 
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Geoguru
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cahhi hat geschrieben:
....hatte ich eine misslungene Geburtstagsschnitzeljagd, bei der der große Bruder vom Geburtstagskind vorgelaufen ist und alles gelöst hat ......

Ich hatte mal das Vergnügen, bei der BW an einem Nacht-Orientierungsmarsch teilzunehmen, bei dem die Dorfjugend sich einen Spaß draus gemacht hatte, die in einem Versteck hinterlegten Marschzahlen und Richtungen so zu verändern, daß wir 30 km durch den Wald geirrt sind, ohne die Einheit wiederzufinden. Man sieht, NCs, Muggels und Orientierungslosigkeit sind keine Errungenschaft des Geocachings.
In DEM Zusammenhang erscheint mir die Bemerkung wichtig, daß es sich seit Geocaching nicht mehr lohnt, nur wegen obig geschilderten Erlebnissen zur BW zu gehen :D

Zappo

PS: mein ernster Beitrag zum Thema kommt später.

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BeitragVerfasst: Mi 16. Feb 2011, 20:14 
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Geowizard
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Vielen Dank für Eure Beiträge! Völlig richtig: persönliche Kreativität ist mitzubringen und ein Mindestmaß an eigener Internetrecherche ist Voraussetzung. Mir geht es darum einige Anregungen zusammenzustellen, die Geocaching möglichst ähnlich sind und gleichzeitig möglichst wenig Nachteile von Kindergruppengeocaching mit sich bringen. Und da sind hier ja schon einige gekommen!


Damit bin ich bei meinem zweiten Anliegen, zu dem sich noch nicht so geäußert wurde. Wo kann man für Neulinge, die Geocaching nicht kennen und trotzdem glauben, daß es etwas für ihre Kindergruppe ist, einen Infotext ablegen, der ihnen die zu bedenkenden Fragen stellt?
(Und den sie dann auch finden...)


(Übrigens: wo ist eigentlich der Beitrag über die lustige Kiste mit der Rückwärtsuhr geblieben? Offenbar rausgelöscht bevor ich Zeit hatte mir das genauer anzuschauen. Schade!)

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BeitragVerfasst: Mi 16. Feb 2011, 20:52 
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Geoguru
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Wohnort: Kassel
Mama Muh hat geschrieben:
Damit bin ich bei meinem zweiten Anliegen, zu dem sich noch nicht so geäußert wurde. Wo kann man für Neulinge, die Geocaching nicht kennen und trotzdem glauben, daß es etwas für ihre Kindergruppe ist, einen Infotext ablegen, der ihnen die zu bedenkenden Fragen stellt?
(Und den sie dann auch finden...)

Das mit dem Finden ist schwierig.
Meist lesen ja Leute hier nicht erst mal im Forum, und schon gar nicht die angepinnten Threads.
Vielleicht könnte man etwas in der Cachewiki unterbringen, aber die wird ja auch wenig gefunden...

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BeitragVerfasst: Mi 16. Feb 2011, 21:09 
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Geowizard
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Zappo hat geschrieben:
Ich hatte mal das Vergnügen, bei der BW an einem Nacht-Orientierungsmarsch teilzunehmen, bei dem die Dorfjugend sich einen Spaß draus gemacht hatte, die in einem Versteck hinterlegten Marschzahlen und Richtungen so zu verändern, daß wir 30 km durch den Wald geirrt sind, ohne die Einheit wiederzufinden. Man sieht, NCs, Muggels und Orientierungslosigkeit sind keine Errungenschaft des Geocachings.
In DEM Zusammenhang erscheint mir die Bemerkung wichtig, daß es sich seit Geocaching nicht mehr lohnt, nur wegen obig geschilderten Erlebnissen zur BW zu gehen :D

Zappo

PS: mein ernster Beitrag zum Thema kommt später.


Gib einem LuWaffLT (frisch aus Fürsti kommend, erstes Truppenkontingent) einen Kompass und eine Karte vom Nordharz in die Hand und informiere die Landwirte des SÜDHarzes, dass da in den NÄCHSTEN Tagen ein Zug vorbeikommen könnte.... ohne Handy, keine Telefonkarte, kein Kleingeld.... so wurde aus einer 24Std.-Durchschlageübung eine einwöchige Irrfahrt (geschehen 1992 in Goslar)


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BeitragVerfasst: Mi 16. Feb 2011, 22:14 
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Geocacher
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Registriert: Di 17. Nov 2009, 23:19
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Mama Muh hat geschrieben:

Damit bin ich bei meinem zweiten Anliegen, zu dem sich noch nicht so geäußert wurde. Wo kann man für Neulinge, die Geocaching nicht kennen und trotzdem glauben, daß es etwas für ihre Kindergruppe ist, einen Infotext ablegen, der ihnen die zu bedenkenden Fragen stellt?
(Und den sie dann auch finden...)




Ich glaube, ich hatte dir den Link schon mal geschickt, vielleicht könntest du ja mit dem Seitenbesitzter zusammenarbeiten. Das ist die einzige Internetseite, die ich im Zusammenhang Kinder und Cachen kenne.

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