Geocaching & GPS location based games

Thema anzeigen - Jäger und Behörden kritisieren schwierige Kontaktaufnahme


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BeitragVerfasst: Mi 25. Jan 2012, 13:41 
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Geocacher

Registriert: So 4. Dez 2011, 20:08
Beiträge: 115
Wohnort: Im Wald, wo sonst?
Zappo hat geschrieben:
Sejerlänner hat geschrieben:
....In zwei Waldstücken, die im Besitz unserer Familie sind, stehen seit ca. 8 Wochen mehrere Ansitzböcke.
Irgendwelche Hinweise zur Kontaktaufnahme mit dem Besitzer hab ich darauf nicht gefunden.
Mach ich eben Brennholz draus :D

Umgemein hilfreich im Forum ist es, ab und an auch mal IRONIE-Tags zu setzen - man kommt sonst in Gefahr, daß die Aussage als Ernst genommen wird - insbesonders in Zeiten, wo eh jeder das Schlechtmöglichste in den Text des Anderen hineininterpretiert.

Trotzdem - auch hier zeigt sich wieder, daß viel zuwenig aufeinander zugegeangen wird - auch in DEM Falle wäre Kommunikation* die bessere Lösung gewesen. Finde ich ehrlich gesagt auch eine strittige Sache - in meinen paar m2 Wald, die ich besitze, gibts standortbedingt relativ wenig zu jagen - aber daß ich bei einer geplanten Installation einer Jagdkanzel zumindest benachrichtigt werde, würde ich denn doch erwarten. Und wenn es nur wegen Stil und Anstand ist. Aber den gibts eben nicht flächendeckend. Das gilt aber für Alle - ob Jäger, Cacher, JoJospieler.

Gruß Zappo

* der Badner sagt natürlich: "Kommunikation wozu? S´langt doch, wenn mer mitnander schwätzt" .


Die Badener sagen auch: Es gibt Badische, und es gibt Unsymbadische.

Aber zur Sache: Gerade in kleinparzelligen Revieren wissen die Jäger zum Teil auch nicht, wem das einzelne Grundstück nun ganz genau gehört. Sie verlassen sich auf den Jagdvorstand, also den Vertreter der Grundeigentümer des Reviers, und dessen Kontakte. Ansonsten planen sie nach jagdlichen Gesichtspunkten wie Hauptwindrichtung, Bewuchs, Wechsel, Einständen des Wilds, aber auch nach der Schadensbilanz. Hat einer eine Buchenverjüngung pflanzen lassen, dann sollten tunlichst zwei Hochsitze an die Lichtung (für jede Windrichtung einer), sonst betrachten die Rehe diese Verjüngung als eigens für sie eingerichtetes, vom Waldbesitzer spendiertes vegetarisches Restaurant.

Will sagen: Reden kostet nichts (außer manchmal Nerven), bringt aber einiges. Und, an alle Badenser: Auch mit Unsymbadischen kann man reden.


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BeitragVerfasst: Mi 25. Jan 2012, 17:29 
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Geomaster
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Beiträge: 870
Wohnort: Nahe Kassel
Der ein oder andere hat gar kein Telefon, viele haben das Mobiltelefon fast immer dabei.

Vieles wurde hier im Thread schon geschrieben, ich glaube eine Quintessenz ist, dass miteinander reden tatsächlich Konsens ist. Und das ist schon mal sehr gut.

Zum Thema Telefonnummer vs. E-Mail-Adresse auf der Dose vielleicht noch ein weiter Aspekt:
Jäger/Förster/Eigentümer steht vor Ort bei der Dose und ist grad eben auf diese Problematik gestoßen. Der Impuls, das eben zu klären ("Dose stört, weil <Grund>", "Kann die nicht wo anders hin?", "Muss den Gegenüber dazu erreichen"), geht per Telefon am schnellsten. Handy raus, Nummer gewählt (gut, nicht grad zu verkehrsunüblichen Zeiten, z.B. Nachts um drei ;-) ), Person angesprochen oder einfach ne sachlich-freundliche(!) Nachricht mit Anrufgrund und Rückrufnummer auf die Mailbox gesprochen. Auflegen, weiter der eigentlichen Arbeit nachgehen.

Bei der E-Mail muss ich mir erst was zu schreiben suchen, ok vermutlich hat Jäger/Förster das dabei, aber ist schon mal fummeliger. Ich muss mir das merken für später, mich hinsetzen, da was ausformulieren und wegschicken. Das, was der Mailempfänger dann liest und (emotional geladen) ggf. negativ reininterpretiert, fällt beim Telefonat in weiten Teilen weg.

Ich weiß, im Zeitalter der Smartphones & Co. kommt jetzt bestimmt: "Der kann ja auch ne Mail aus dem Wald versenden". Klar, geht. Aber noch ist die Durchdringung mit mobilen Devices nicht in allen Altersschichten und Berufsgruppen erfolgt.

Nicht vergessen: Die Dose stört irgendwen im Arbeitsprozess. Die platzierte Dose ist nicht durch Betretensrechte usw. wirklich abgedeckt, sondern muss i.d.R. vom Eigentümer zumindest toleriert, wenn nicht gar genehmigt werden. Sprich: Im Grunde sitzt der Dosen auslegende Geocacher nicht grad am längeren Hebel und tut gut daran, sich "freundlich umwerbend" zu verhalten und eine Akzeptanz beim Gegenüber herbeizuführen. Genau das dürfte der wirklich an sich problemlosen Freizeitbeschäftigung am meisten "positive Grundstimmung" einbringen.

_________________
Wer einen Schreibfehler findet, darf ihn behalten.


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BeitragVerfasst: Fr 27. Jan 2012, 06:34 
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Geowizard

Registriert: Mo 1. Aug 2011, 20:13
Beiträge: 1010
Wohnort: 41236
Ingress: Resistance
DWJ_Bund hat geschrieben:
[...]

Bei der E-Mail muss ich mir erst was zu schreiben suchen, ok vermutlich hat Jäger/Förster das dabei, aber ist schon mal fummeliger. Ich muss mir das merken für später, mich hinsetzen, da was ausformulieren und wegschicken. Das, was der Mailempfänger dann liest und (emotional geladen) ggf. negativ reininterpretiert, fällt beim Telefonat in weiten Teilen weg.
[...]


OK, aufschreiben ist vieleicht mal problematisch, aber: Ich gehe bei mir total unbekannten Nummern gar nicht erst ran. Ich bin nämlich mit unerlaubter Telefonwerbung geschlagen. Und man soll es nicht meinen: Ich musste feststellen das die meisten Menschen anscheinend größere Hemmungen haben als ich mir auf den AB zu sprechen; manchmal bekomme ich erst Tage später heraus wer angerufen hat. Die Erklärung das mein AB nicht beisst hilft eigentlich nie weiter.

Man muss bei einem ersten eMail Kontakt ja gar nicht groß lamentieren: Eine Bitte um Rückruf wäre da vollkommen ausreichend. Das mache ich dann nämlich.
Ausserdem entspannt ein kurzer freundlicher schriftlicher Kontakt imho meine Grundeinstellung beim folgenden Telefonat...

LG

_________________
Das ist mal schön auf den Punkt gebracht :) :
Merkur hat geschrieben:
Ich hingegen fahr lieber mit dem Geländewagen zum Cache und werfe dabei mit Altbatterien nach Eulenbabys....nur um die Diskussion am laufen zu halten.


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BeitragVerfasst: Fr 27. Jan 2012, 12:23 
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Geoguru
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...also um das Aufzeichnungsproblem im Wald zu lösen, kann man ja auch ein Kontaktkärtchen in den Cache einlegen . Finde ich aber fast "oversized" - ich bin eigentlich sicher , daß im Wald jeder einen Kuli mit sich rumträgt. Und ein Blatt kann sich der Betreffende auch aus dem Logbuch reißen - zur Not. Und ob das soooo oft nötig ist, wage ich auch zu bezweifeln - kann aber auch die Häufigkeit nicht einschätzen

Meine Dosen liegen teilweise schon 7 Jahre im Wald -allerdings an Stellen, bei denen ich sicher bin, daß sie nicht den Jagd- oder Forstbetrieb stören. Insbesonders, weil sie im Schnitt 12mal im Jahr besucht werden, und offenichtlich von Leuten, die wissen, wie man sich auf dieser Welt bewegt. DAS finde ich immer noch die beste Lösung.

Zappo

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"Wer schneller lebt, ist früher fertig"


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BeitragVerfasst: So 29. Apr 2012, 03:11 
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Geomaster
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Ich krame mal diesen "alten" Thread aus, da er vom Thema auf mein aktuelles Problemchen am ehesten zutrifft. Naja, es ist eher eine Art Statusbeschreibung, auf welche Probleme man als Owner so stoßen kann, wenn man sich um Kontakt bemüht...

Ich habe einen Multi (diese Caches mit mehreren Stationen und so :lachtot: ) der auf einem ehemaligen Standortübungsplatz liegt. Nach einem OK der Gemeinde ("Ja, betreten kein Problem. Suchen aber nicht soweit ab vom Weg. Und Verschlossenes ist und bleibt Verschlossen.").

In den letzten Monaten sind Cacher vor Ort des öfteren auf einen (evt. zwei) Förster getroffen, der auch schon weiß, dass dort ein Cache liegt. Ich bin leider vor Ort immer nur auf Jäger, die wenig auskunftsfreudig waren, gestoßen.

Nun soll das Gelände in den nächsten 2 Jahren in ein NSG umgewidmet werden - und bevor mein Cache vom Förster entfernt wird, weil er evt. einige Stationen schon entdeckt hat und vor allem um negative Erfahrungen mit Cachern in einem NSG zu vermeiden dachte ich mir: Ich nehme Kontakt auf. Vielleicht kann ich den Multi ja längerfristig aufrecht erhalten.

Soweit die Idee.

Also beim zuständigen Kreis angerufen und ich erhielt prompt die Telefonnummer eines Forstamtes. Dort zeigte sich dann das Problem: Es ist leider gar nicht klar, wer für dieses Gelände zuständig ist. Also rief ich beim benachbarten Forstamt an. Auch dort wußte man das nicht genau. Vom ersten Forstamt hatte ich aber noch die Nummern der Diensthandys von zwei Förstern erhalten. Tja - die sind aber dauerhaft aus. Auch eine Mailboxnachricht brachte leider keinen Rückruf. Als vorerst letzte Variante bliebe so nur noch eine Mail mit der Bitte um Weiterleitung an einen Zuständigen...das möchte ich aber eigentlich vermeiden, da ich zum einen befürchte, dass sie nirgendwo ankommt oder die pauschale Antwort: "Weg mit dem Cache" ist.

Der bisherige Kontakt war durchweg sehr freundlich...naja, mal abwarten....vielleicht ergibt sich da noch irgendein Kontakt :^^:

Soviel aber mal zu dem Thema "Cacher" sind schwer zu erreichen" ;)


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BeitragVerfasst: So 29. Apr 2012, 11:56 
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Geocacher

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Das Problem dürfte hier sein, dass das Gelände dem Bund gehört, die Verwaltung vom Verteidigungsministerium verantwortet wird, die Forstverwaltung bei irgendeinem Landesforstamt liegt und die Jäger nur Gäste sind, weil das Forstamt die Reviere nicht komplett verpachtet (vermute ich mal), sondern sogenannte Pirschbezirke vergibt. Die Jäger, die Du angetroffen hast, sind also nur für ihre wenigen Hektar verantwortlich, und das nicht mal richtig. Sprich: Auch wenn Du vor Ort einen Menschen in Grün antreffen solltest, ob Förster, Jäger oder Soldat – er ist nicht zuständig. Und das stimmt sogar.

Förster siehst Du eh' wenig vor Ort, die sitzen nämlich am Schreibtisch im Forstamt. Oder sie sind im Wald und damit im Funkloch. Eine Erlaubnis könnten sie Dir eh' nicht geben, denn Grundeigentümer ist ja ein anderer, nämlich Herr de Maizere in Bonn im Bendlerblock. Und der hat andere Sorgen als Deine Dosen.

Bleibt nur eins: freundlich Kontakte zu den grünen Damen und Herren halten und das bürokratische Vakuum ausnutzen: So, wie sich keiner zuständig fühlt, Dir die Erlaubnis zu erteilen, so wird sich keiner zuständig fühlen, eine Dose zu entfernet – eine andere Dienststelle könnte ja zugestimmt haben. Also: Einfach machen und mit einem verschmitzen Lächeln an den Hauptmann von Köpenik denken.

Ein Tipp noch: Nicht mit dem Auto in den Wald fahren. Wenn etwas funktioniert bei deutschen Forstverwaltungen, dann ist es die die korrekte Ausgabe von Fahrerlaubnissen. Da ist alles fehlerfrei, da verstehen die Herren keinen Spaß.


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BeitragVerfasst: So 29. Apr 2012, 12:20 
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Geowizard
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Die Förster, die wir dort getroffenen haben, hatten PCH als Kfz.-Kennzeichen, Aufschrift: Bundesforstverwaltung.

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BeitragVerfasst: So 29. Apr 2012, 12:34 
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Geomaster
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Ja, das mit den Zuständigkeiten ist aufgrund der Gebietsübergabe nicht so einfach. Ich habe vorhin einen prima Hinweis von einem Reviewer per Mail erhalten.

Von der Variante "Behörden gegeneinander ausspielen" halte ich persönlich nichts. Gar nichts. Schon gar nicht ab dem Zeitpunkt, wenn das Gelände ein NSG ist. Selbst wenn ein Förster nicht genau weiß, wo sich alle Stationen befinden...ich könnte darauf wetten, dass er zumindest einige kennt. Auf Katz & Maus habe ich keine Lust. Denn ich bin da die Maus. Und diese Rolle gefällt mir als Owner nicht. Schon gar nicht in einem künftigem NSG, wo die Betretungsrechte anders geregelt sind.

Boarischer Jaga hat geschrieben:
Ein Tipp noch: Nicht mit dem Auto in den Wald fahren. Wenn etwas funktioniert bei deutschen Forstverwaltungen, dann ist es die die korrekte Ausgabe von Fahrerlaubnissen. Da ist alles fehlerfrei, da verstehen die Herren keinen Spaß.

Wie kommst du darauf, dass ich mit meinem Auto in einen Wald fahre :shocked:
Eine Wartung nutze ich zu einem entspannten Spaziergang von gut 5 Kilometern :^^:

@Rolf39: Danke für den Hinweis. Das schränkt den Suchkreis bei den Bundesforsten doch deutlich ein.


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BeitragVerfasst: So 29. Apr 2012, 12:57 
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Geowizard
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Der Förster, mit dem wir gesprochen haben, war übrigens mit dem Hinweis zufrieden, daß wir uns nicht weit von den Wegen entfernen und wünschte uns noch viel Spaß.
Wir haben ein Fahrzeug dann noch in der Nähe von S5 gesehen.

@Boarischer Jaga
Das Gelände ist mit Schlagbaum und Zaun gesichert, ein Befahren also garnicht möglich.

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BeitragVerfasst: So 6. Mai 2012, 12:25 
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Geomaster
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Mittlerweile hatte ich einen netten und positiven Kontakt beim (auch) zuständigen Bundesforstamt....in meinem Fall ist (mindestens) für ein halbes Jahr abwarten angesagt - bis dahin gibt es vor Ort keine Änderungen.

Der Kontakt mit zwei weiteren Behörden ist aufgrund des Außendienstes deutlich schwieriger...aber auch da bleibe ich am Ball.

Warum ich mir die Mühe mache mag sich der ein oder ander denken...neben den oben genannten Bedenken...naja, irgendwie möchte ich auch heraus bekommen, ob man die teilweise verschiedenen Interessen nicht doch unter einen Hut bekommen kann :^^:


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