Geocaching & GPS location based games

Thema anzeigen - PMR - Reichweite erhöhen, legale Optimierung


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BeitragVerfasst: Fr 26. Nov 2010, 18:37 
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Geocacher

Registriert: Mi 21. Jul 2004, 12:03
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radioscout hat geschrieben:
unpostalisches Funkgerät


Was ist unpostalisch bzw was bedeutet das?

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BeitragVerfasst: Fr 26. Nov 2010, 19:33 
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Geowizard
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Registriert: So 22. Apr 2007, 20:22
Beiträge: 1226
um es kurz zu sagen: Ein Funkgerät, welches nicht den in der Allgemeinzuteilung festgelegten Eigenschaften entspricht, aber trotzdem in diesem Frequenzbereich sendefähig ist.
Als Analogie zum Auto/TÜV: Ein Zubehör ohne ABE.


tiefgreiferende Ausführung: Früher (bis zu den 1990ern) wurden die Allgemeinzuteilung durch die Deutsche Bundespost ausgesprochen. Die Hersteller mussten ihre zu verkaufenden Modelle zunächst bei der Bundespost vorführen und genehmigen lassen. Genügten sie den Richtlinien, wurde ihnen eine FTZ-Nummer als Zulassung erteilt. Diese war auf dem Typenschild unterhalb eines Bundesposthörnchens zulesen.
Geräte, die selbst gebaut oder aus dem Ausland importiert wurden, trugen keine Posthörnchen und hatten auch keine FTZ-Nummer. Sie waren damit unpostalisch.
Ihr Betrieb war bei Strafe verboten, d.h. das unerlaubte Senden damit war eine Straftat.
Die Verwendung ist auch heutzutage untersagt, es ist lediglich zu einer OWi geworden.
Über das Erlassen von Regelungen und deren Einhaltung wacht heute die Bundesnetzagentur. Bei Zuwiderhandleungen können locker 4stellige Eurobeträge als Starfe verhängt werden.

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Zuletzt geändert von Ruhrcacher am So 28. Nov 2010, 14:36, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Sa 27. Nov 2010, 13:40 
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Geocacher
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Beiträge: 33
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radioscout hat geschrieben:
Aber dann musst Du doch wieder ein neues PMR bzw. Freenet-Gerät kaufen?


Wenn jemand dann noch PMR oder Freenet braucht, dann ja.

Wobei ich finde, daß man den Lizensinhabern, die ja über alles Bescheid wissen und wissen sollten, was sie tun, auch erlauben sollte, mit AFU-Geräten unter bestimmten Einschränkungen am Jedermannfunk teilnehmen zu dürfen... Meine Meinung, bitte keine Diskussion.

73, Roder


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BeitragVerfasst: Sa 27. Nov 2010, 20:51 
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Geoking
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Registriert: Mo 1. Mär 2004, 00:05
Beiträge: 19843
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Roder hat geschrieben:
Wenn jemand dann noch PMR oder Freenet braucht, dann ja.

Ich ging davon aus, daß Du dann auch noch mit Geocachern ohne Funklizenz sprechen willst.

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BeitragVerfasst: Sa 27. Nov 2010, 22:02 
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Geocacher

Registriert: So 4. Mai 2008, 18:05
Beiträge: 221
Also ich habe jetzt mal mein PMR Funkgerät herausgekramt und genau nachgeschaut.

In der Tat befindet sich nur eine CE Kennzeichnung auf dem Gehäuse.

FTZ Gehört also der Vergangenheit an, da sie durch eine Europäische Reglung abgelöst worden ist.

Mit dem CE Kennzeichen Garantiert ja auch der Hersteller bzw. der Importeur, das das Gerät mit allen EU Gesetzen und Richtlinien konform ist.

Dazu gehört, das alle (auch Amateurfunkgeräte), welche serienmäßig hergestellt werden, den FTEG Richtlinien (Gesetz über Funkanlagen und Telekommunikationseinrichtungen) entsprechen müssen.

Dazu eine Frage aus der Amateurfunkprüfung

VH102

Welche grundlegenden Anforderungen werden entsprechend dem FTEG an Amateurfunkgeräte gestellt:


Seriengefertigte Geräte müssen die grundlegenden Anforderungen entsprechend dem FTEG einhalten und CE Kennzeichnung tragen.


Da nun das Gerät von ihm nicht technisch verändert wird erlischt auch nicht die Gewährleistung vom Hersteller und schon gar nicht die CE Kennzeichnung.

Es wird ja schließlich nur ein paar weitere Frequenzen einprogrammiert (Mit dem Programm vom Hersteller, ohne irgendwelche Brücken setzen zu müssen), für die er ja dann hoffentlich bald eine Frequenzzuteilung (Amateurfunkzulassung) besitzt.


Da er ja immer noch ein Gerät mit CE Kennzeichnung betreibt und auch die in der Frequenzzuteilung für das ISM Band alle Beschränkungen einhält, warum soll das dann illegal sein?
Und ja die Frage mit der Antenne habe ich immer noch kein Paragraf gefunden der vorschreibt, das die fest sein muss, ich kann mich nur daran erinnern irgendwo mal gelesen zu haben, das keine Hochantenne erlaubt sind (also keine X50 aufs Dach) :-(

Um den Sachverhalt genau klären zu können, werde ich die Tage mal einen Brief an meine lieblings Behörde schicken.

Und ja eeee Mal im Ernst, wer kann schon ein PMR Gerät von einem Amateurfunkgerät unterscheiden.
Die Polizei sicher nicht, wenn überhaupt hat die BNetzA eine Chance wenn sie mit dem Messwagen unterwegs ist.
Den das einprogrammieren der PMR Frequenzen alleine ist nicht verboten, wenn dann müsste man auf frischer Tat beim Senden ertappt werden.

Einfachste Lösung wäre allerdings, dass jeder Cacher die Afu Prüfung ablegt, den über ein Relais macht Funken viel mehr Spaß (wenn nicht gerade einer Trägert).


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BeitragVerfasst: So 28. Nov 2010, 00:20 
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Geoking
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Registriert: Mo 1. Mär 2004, 00:05
Beiträge: 19843
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AFAIK gehört zur Zulassung von PMR-Geräten, daß die maximal erlaubte Ausgangsleitung nicht überschritten werden darf, nur auf den erlaubten Kanälen gesendet werden und die Antenne nicht abgeschraubt werden kann (es gibt Ausnahmen, nur in .de und es dürfen nur die mitgelieferten Antennen benutzt werden).

Das ist bei einem modifizierten Gerät nicht gegeben denn es können andere Kanäle eingestellt bzw. programmiert und mit mehr Leistung gesendet werden.

Mit einem "modifizierten" Mofa darf man auch nicht fahren, auch nicht, wenn man nicht schneller fährt als zulässig.

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BeitragVerfasst: So 28. Nov 2010, 01:05 
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Geocacher

Registriert: So 4. Mai 2008, 18:05
Beiträge: 221
eee ja ein Mofa ist aber auch kein Funkgerät(zumindest nicht wen die entstördrosel noch drin is)

Wobei wenn wir mit Analogien argumentieren, bei den Motorrädern gibt es zu Beginn ja auch eine Begrenzung was die Leistung angeht.

Sobald die Jungs alt genug sind darf man die Drosel raus machen, da dann eine andere Fahrerlaubnis vorliegt.

Zurück zum Funkgerät, bevor wir hier ne Moped Diskussion anfangen


Das Gerät ist ja dann nicht "Frisiert"

es Sendet nach wie vor auf den Zugelassen QRGs für PMR mit der dazugehörigen Leistung und dem richtigen Hub, nur kann es zusätzlich noch auf den Afu QRGs Funken.

Die Antenne kann man ja dran lassen, da sie sehr Breitbandig ist und auf beiden QRGs Resonant sein müsste.

Wenn ich ein 50 Roller auf 25 Drossele, da ich nur eine Mofa Prüfbescheinigung habe und dann den M Führerschein mache, darf ich ja auch den Roller wieder mit 45 Fahren, nur muss ich hier das in den Papieren ändern lassen, aber der Roller ist nach wie vor der selbe.


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BeitragVerfasst: So 28. Nov 2010, 01:24 
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Geocacher

Registriert: So 4. Mai 2008, 18:05
Beiträge: 221
Also bis jetzt hab ich mir schon die Finger wund gegoogled und nur das folgende Dokument gefunden.

Und dort steht nur drin FTEG 500 mW (ERP) und Gut is

http://www.bundesnetzagentur.de/cae/servlet/contentblob/38172/publicationFile/2558/FundstelleId315pdf.pdf


Zuletzt geändert von Rheinfranke am So 28. Nov 2010, 01:35, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: So 28. Nov 2010, 01:33 
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Geocacher

Registriert: So 4. Mai 2008, 18:05
Beiträge: 221
So und den Satz der für viel Verwirrung gesorgt hat den habe ich auch gefunden, aber nur bei dem großen Bruder vom PMR, den DMR

Für digitale Kurzstrecken- Funkanwendungen dürfen nur Handsprechfunkgeräte mit integrierter Antenne eingesetzt werden.

Also:

Feste Antenn nur bei der digitalen Gerschichte.

Hier zum Nachlesen

http://www.bundesnetzagentur.de/cae/servlet/contentblob/38174/publicationFile/2569/FundstelleId5524pdf.pdf


Und noch der Vollständigkeit halber

Hier der Link für Freenet

http://www.bundesnetzagentur.de/cae/ser ... 916pdf.pdf


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BeitragVerfasst: So 28. Nov 2010, 14:05 
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Geowizard
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Registriert: So 22. Apr 2007, 20:22
Beiträge: 1226
Zitat:
http://www.bundesnetzagentur.de/cae/ser ... 916pdf.pdf


Hust, hust.. Texte von Behörden muss man schon verstehen können...

In der Allgemeinzuteiling heißt es:

Seite 2, "2. [...] Geräte, die im Rahmen dieser Frequenznutzung eingesetzt werden, unterliegen den Bestimmungen des 'Gesetzes über Funkanlagen und Telekommunikationsendeinrichtungen' (FTEG) und des 'Gesetzes über die Elektromagnetische Verträglichkeit von Geräten' (EMVG)."

und

"3. Der Frequentznutzer ist für die Einhaltung der Zuteilungsbestimmungen [...] veranwortlich."


D.h. du als Freenet-Funker muss dafür sorge tragen, dass deine Geräte dem FTEG entsprechen.
Das ein in Verkehr gebrachtes FuG dem FTEG enstpricht, dafür hat der Hersteller gesorgt und dies dokumentiert. Der Herstelller hat aber ein Gerät z.B. mit fest eingebauter Antenne geprüft und zertifiziert.

Wenn du nun eine Veränderung an dem Gerät vornimmst, musst du erneut die Einhaltung des FTEG prüfen. Es erlischt u.a. die CE-Kennzeichnung!
Das kann relativ kostspielige Prüfung nach strengen Vorgaben bedeuten. Kannst du die Einhaltung nach FTEG & EMVG nicht gewährleisten darfst du es gemäß Allgemeinzuteilung NICHT benutzen.

Das deckt sich auch direkt mit dem FTEG §§ 11 und 9:

Zitat:
§ 11 Inbetriebnahme und Anschlussrecht
(1) Geräte dürfen nur dann zu ihrem bestimmungsgemäßen Zweck in Betrieb genommen werden, wenn sie die grundlegenden Anforderungen erfüllen und mit dem CE-Kennzeichen versehen sind. Sie müssen den übrigen Vorschriften dieses Gesetzes entsprechen.


Für das CE-Zeichen musst DU sorgen:

Zitat:
§ 9 CE-Kennzeichnung
(1) Ein Gerät, das alle einschlägigen grundlegenden Anforderungen erfüllt, ist mit dem in Anhang VII der Richtlinie 1999/5/EG abgebildeten CE-Kennzeichen zu versehen. Verantwortlich für die ordnungsgemäße Kennzeichnung des Geräts ist der Hersteller, sein in der Gemeinschaft ansässiger Bevollmächtigter oder die für das Inverkehrbringen des Geräts verantwortliche Person.


Ausschließlich selbst (um)gebaute Amateurfunkgeräte unterliegen NICHT dem FTEG, dürfen aber ausschließlich auf den Frequenzen des Amateurfunkdienstes betrieben werden.

Also: Änderst du irgendwas an deinem Funkgerät, kann die Allgemeinzuteilung erlöschen.

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Zuletzt geändert von Ruhrcacher am So 28. Nov 2010, 14:15, insgesamt 1-mal geändert.

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